Rainbow Cake oder Heute wird’s bunt! 🌈

Someday we’ll find it, the rainbow connection,
the lovers, the dreamers and me.
La, la la, La, la la la, La Laa, la la, La, La la laaaaaaa

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Wer mir auf Instagram folgt, dem werden die vielen Back-Bilder, die ich in den letzten Tagen gepostet habe, ja kaum entgangen sein – darunter waren auch Bilder von direkt zwei Versionen des gleichen Kuchens: Der Regenbogentorte! Und das Rezept für die zweite (und bessere) Variante wollte ich jetzt mit euch teilen 😉 Eigentlich ist das Rezept super einfach, es braucht nur eine gute Vorbereitung und verdammt viel Zeit und Geduld…

Vorabüberlegungen

  • Wie viele Böden soll eure Torte haben?
    • 6 oder 7 sind „klassisch“, aber im Endeffekt geht natürlich alles, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die Geschichte nicht irgendwann zu instabil wird… 10 sind aber kein Problem, nur mordsmäßig viel Arbeit.
  • Welche Farben sollten die Böden haben?
    • Das Regenbogenfarbschema ist natürlich der Klassiker, aber vielleicht wollt ihr eure Torte auch einem bestimmten Farbschema anpassen. So oder so, die Investition in gute Lebensmittelfarbe (z.B. Wilton Pasten-/Gelfarben) ist empfehlenswert!
  • Habt ihr zwei gleichgroße Springformen (20cm)?
    • Von denen passen nämlich zwei nebeneinander auf ein Standardofenrost, was eure Backzeit halbiert. Und weil der Kuchen nun mal recht hoch wird, reicht eine kleine Springform locker für 16 mehr als sättigende Stücke!
  • Was für ein Frosting soll eure Torte kriegen?
    • Klassisch ist natürlich die Buttercreme, mit der ich aber so gar nichts anfangen kann. Unsere erste Torte hatte daher ein Mascarpone-Frosting und die zweite eine bittere Schokoladen-Ganache – die Details zu den beiden findet ihr weiter unten! Und was die Menge angeht: Seid großzügig!
  • Plant genug Zeit ein!
    • Wir haben die Böden beide Male am Vortag gebacken und die Torte am Tag, an dem sie gegessen wurde, „nur“ noch zusammengesetzt – je nach Frosting ist es sogar notwendig schon am Vortag anzufangen. Wie gesagt, das Rezept ist nicht schwer, man braucht halt nur Zeit und Geduld…
© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Zutaten

Für jeweils einen Boden:

  • 40g weiche Butter
  • 75g Mehl
  • 50g Zucker
  • 1 M Ei
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Farbe und Aroma nach Wahl

Für die Mascarponecreme für ca. 6 Böden:

  • 750g Mascarpone
  • 250g Puderzucker
  • Vanille und Zitrone
  • evtl. Deko (Zuckerstreusel, Smarties, Gummibärchen, Schokoherzen…)

Für die Schokoladen-Ganache für ca. 6 Böden:

  • 500g 70% Schokolade
  • 250g 85% Schokolade
  • 750g Sahne
  • evtl. Deko

Zubereitung

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Den Ofen auf 180°C/160°C Umluft vorheizen und dann ab an die Küchenmaschine! (Handrührgerät geht natürlich auch 😉)

Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder macht ihr jeden Boden einzeln oder den gesamten Teig auf einmal – aber Vorsicht, 5 Böden ergeben ca. 1kg schweren Teig, das macht nicht jede Küchenmaschine mit. So oder so gilt folgendes:

Alle Zutaten (entweder für eine oder mehrere Portionen, je nachdem wie ihr es machen wollt) bis auf die Farben miteinander zu einem glatten Teig verrühren. Habt ihr mehrere Portionen auf einmal gemacht, den Teig entsprechend aufteilen. Dann kommt die Farbe dran: Bei den Farben, die ich benutzt habe, reicht eine Messerspitze völlig aus, um richtig knallige Farben zu bekommen, fangt also besser vorsichtig an, denn mehr Farbe hinzugeben könnt ihr immer noch, wenn es euch noch zu blass ist.

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Gebt je eine Portion/Farbe des Teigs in die beiden mit Backpapier ausgelegten Springformen (nur nochmal, um es auch wirklich jedem klar zu machen: Ihr müsst jede Farbe einzeln backen!) und stellt sie nebeneinander auf das gleiche Rost im Ofen stellen und für ca. 10 Minuten backen – wenn ihr mit einem Zahnstocher oder anderen Stäbchen in den Boden stecht und kein Teig mehr dran hängt, dann ist er fertig.

Da die Böden häufig unregelmäßig hoch sind, haben wir sie (wenn auch erst beim zweiten Versuch) fünf Minuten in der Form auskühlen lassen und dann zwischen zwei Lagen Backpapier gelegt und etwas schweres, glattes drauf gelegt, damit sie halbwegs gleichmäßig werden. Legt die Böden beiseite und lasst sie vollständig auskühlen – ruhig auch über Nacht.

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Solltet ihr euch für die Schokoladen-Ganache entscheiden, solltet ihr die sowieso am Vorabend zubereiten. Die Zubereitung ist aber wirklich einfach: Die Sahne aufkochen und über die in Stücke gebrochene Schokolade gießen. Zwei Minuten ruhen lassen, dann solange rühren, bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat. Die Schokosahne über Nacht stehen lassen (ihr braucht sie nicht in den Kühlschrank zu stellen!) und am nächsten Tag noch einmal aufschlagen – da sie bis dahin sehr fest sein wird, löst ihr sie am besten erstmal mit einer Gabel und schlagt sie dann mit dem Schneebesen, Handrührgerät oder der Küchenmaschine richtig auf.

Die Mascarpone-Creme hat so ziemlich die gleiche Schwierigkeitsstufe: Mascarpone und Puderzucker zusammen aufschlagen, Vanille und Zitrone nach Geschmack zugeben – fertig! Da die Creme weiß ist, könnt ihr sie bei Bedarf auch noch mit Lebensmittelfarbe einfärben, so haben wir zum Beispiel die „Osterwiese“ auf unsere zweite Torte gesetzt. Wenn die Torte aber wirklich ein Regenbogenfarbschema hat, dann sind weiße oder dunkle Cremes einfach am hübschesten.

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Habt ihr alles soweit fertig, dann legt euch die Böden in der Reihenfolge zurecht, in der ihr sie nachher in der Torte haben wollt und platziert den untersten Boden direkt auf der Unterlagen, auf der ihr den Kuchen dann auch präsentieren wollt – ihn nachher noch zu bewegen, würde ich definitiv nicht empfehlen! Und dann geht die Schmiererei los… Gebt eine Portion eurer Creme auf den untersten Boden und streicht sie glatt (geht bei der Ganache am besten mit den Fingern, da sie fester ist als Mascarpone oder ähnliche Cremes). Dann den nächsten Boden drauflegen – wenn ihr einen Tortenring habt, benutzt ihn -, wieder Creme drauf, glatt streichen und so weiter und so fort, bis ihr alle Böden aufeinander gestapelt habt.

Zum Schluss bestreicht ihr die Torte außen herum mit dem Rest der Creme und platziert eventuelle Verzierungen und tadaaa, fertig ist eure Regenbogentorte! Noch ein kleiner Tipp zum Anscheiden: Nehmt ein langes, scharfes Messer, versucht damit zuerst vorsichtig die Torte von der Platte, auf der sie steht, zu lösen und schneidet dann vorsichtig ein erstes Stück heraus – versucht dabei nicht zu viel mit dem Messer herum zu wackeln, sonst gibt es blöde Krümel, die den Effekt der bunten Böden ruinieren.

Guten Appetit!

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Hannah (Filia Libri) »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*