Rezension zu Halo: Tochter der Freiheit von Zizou Corder

Griechische Mythologie ist ein Thema, mit dem man mich immer reizen kann. Und damit hat es auch dieses Buch ganz schnell geschafft, mich neugierig darauf zu machen, was hinter der Geschichte über Halo, das Kind, das von Zentauren großgezogen wurde und auf der Suche nach ihren Eltern durchs antike Griechenland reist, steckt. Und ich muss sagen, Zizou Corder konnte mich mit ihrem Werk durchaus beeindrucken.

„Halo: Tochter der Freiheit“ erzählt eine packende, atemberaubende Geschichte über eine Reise von Sparta nach Athen, quer durch das kriegsgeplagte antike Griechenland, von der Freiheit in die Sklaverei zurück zur Freiheit und immer auf der Suche nach der eigenen Identität.

Nach einer Kindheit fernab jeglicher menschlicher Zivilisation ermöglicht Halos Blickwinkel dem Leser einen spannenden, ganz unvoreingenommenen Blick auf die antike Gesellschaft, die hier gekonnt porträtiert wird. Erzählt wird zwar in der dritten Person, allerdings aus Halos Perspektive, sodass man als Leser trotzdem einen gelungenen Einblick in Halos Gedankenwelt bekommt.

Halo selbst wirkt für eine 12-Jährige sehr reif und besitzt eine außerordentliche Charakterstärke. Das mag für manche Leser ein wenig unrealistisch wirken, passt aber meiner Meinung nach eigentlich sehr gut zur Geschichte. Immerhin wurde man zu der Zeit, in der „Halo“ spielt doch deutlich früher erwachsen als heutzutage und auch Halos ungewöhliche Kindheit bei den Zentauren wird wohl zu ihrer Reife beigetragen haben. Für mich jedenfalls war diese „Frühreife“ Halos kein Nachteil sondern hat das Buch ganz im Gegenteil für mich realistischer und interessanter gemacht.

Auch die anderen Figuren, die dem Leser in „Halo: Tochter der Freiheit“ begegnen, sind durchgehend gut beschrieben, mit sehr viel Liebe zum Detail und Einfühlungsvermögen. Sie alle fügen sich hervorragend in die historische Kulisse ein und auch die Zentauren wirken nicht das kleinste bisschen deplatziert – eine ziemliche Meisterleistung, wirkt die historische Kulisse doch gleichzeitig ziemlich authentisch.

Alles in allem hat mir „Halo: Tochter der Freiheit“ großen Spaß gemacht, denn Zizou Corder versteht es wirklich von der ersten Seite an eine Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr los lässt und den Leser hineinzieht in diese abenteuerliche historische Welt, die einen sehr gut gelungenen Fantasyfaktor hat. Fünf Sterne und eine dicke Empfehlung gibt es daher für dieses Buch.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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