Rezension zu Dead Beautiful: Deine Seele in mir von Yvonne Woon

Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass es sich hierbei um ein Zombie-Buch handelt (denn was sind diese “Untoten” sonst?), ich hätte es nicht angerührt. Man könnte sagen, dass ich etwas allergisch auf Zombies reagiere oder einfach zu ängstlich bin, um Zombie-Bücher zu lesen, daher mache ich für gewöhnlich einen großen Bogen um solche menschen- und hirnfressenden Biester.

Aber glücklicherweise hat mir ja niemand erzählt, dass es sich hier um eine Zombie-Geschichte handelt. Denn, obwohl auch diese Zombies ein wenig gruselig sind, gibt es keine ekelerregenden Szenen, in denen jemand bei lebendigem Leib aufgefressen wird oder etwas in der Art. Okay, sie saugen ein paar Leuten die Seele aus, und sie reagieren etwas aggressiv, wenn sie angegriffen werden, aber es gab keine Szenen, bei denen ich mich am liebsten übergeben hätte.

Soviel zu dem nicht allzu gruseligen Zombieelement des Buchs. Was den Rest des Buchs angeht? Es war toll! Ich konnte gar nicht aufhören einfach immer weiter zu lesen und war total erstaunt, über das, was am Ende geschehen ist. Mein einziges Problem war, dass alles irgendwie etwas sehr glatt war.

Die Protagonistin Renee und ihr Counterpart Dante haben so ziemlich keinen einzigen Makel und das ist ein wenig nervig. Und am schlimmsten: Alle Charaktere in diesem Buch haben sich lediglich ums Äußere geschert und nichts sonst. Ich meine, da wird doch wohl mehr an so einer tiefen Liebesgeschichte, wie der von Renee und Dante, dran sein als nur die Tatsache, dass sie das Aussehen des jeweils anderen mögen, oder etwa nicht?

Naja, wenn man von dieser ziemlich lächerlichen und durchaus nervigen Oberflächlichkeit einmal absieht, ist das Buch total faszinierend, allein aufgrund der spannenden Idee hinter der Geschichte und all dem ausgeklügelten Drumherum.

Wenn jetzt im zweiten Band „Dead Beautiful: Unendliche Sehnsucht“ auch noch etwas mehr Charaktertiefe hinzukommt, dann könnte das zweite Buch zu meinem absoluten Highlight 2012 werden.

Fazit:
Eine spannende Geschichte mit wirklich interessanten Ideen, nur leider sehr oberflächlichen Charakteren.

Das Cover:
Nicht unbedingt das auffälligste oder kreativste, aber schön.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Dead Beautiful: Deine Seele in mir von Yvonne Woon”

  1. Habe das buch auf Englisch gelesen und war sofort hin und weg, kurz darauf erschien es auf deutsch und jetzt sehe ich, dass es einen zweiten band gibt. Denn muss ich mir unbedingt zu legen 🙂

  2. Oberflächlische Charaktere scheinen mittlerweile ein Typisches Mekmal für Teenie Literatur zu werden. Ich habe leider das Gefühl das Fantasy Romande für jugendliche sich nur noch auf oberflächliche Beschreibungen (wie du so schön geschrieben hast: „Alle Charaktere in diesem Buch haben sich lediglich ums Äußere geschert und nichts sonst“) der Charaktere einerseits, und auf Perfektion dieser Äußeren Merkmale andererseits beschränken. Was echt traurig ist den es vermittelt einfach ein falches Bild! Gerade diese Lesergruppe muss nicht auch noch verunsichert werden!

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