Rezension zu Infinity: Der Turm von Wolfgang Hohlbein

Buchkritik:

Hohlbein selbst bezeichnet dieses Werk als “das Zentrum seines Schaffens”, was mich davon überzeugt hat dem Buch, trotz meiner gespaltenen Meinung zu seinen Werken, einfach mal eine Chance zu geben. Kurz gesagt: Das hätte ich mir sparen können!
“Infinity: Der Turm” ist in meinen Augen schlechter als alles andere, was ich bisher von Hohlbein gelesen habe und da waren schon einige Sachen dabei, die ich wirklich grauenhaft fand. Doch dieser Roman toppt das alleine dadurch, dass er, zumindest für mich, einfach keine Storyline aufweist. In dem wirren und unzusammenhängenden Gemenge verschiedenster Sequenzen konnte ich nicht den kleinsten roten Faden, keinen Plot, keinerlei Zusammenhänge erkennen.
Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, ein endzeitliches Szenario, in dem die Erzählperspektive zwischen High-Tech-Science-Fiction und barbarischer High-Fantasy. Nur was die Umsetzung angeht, lässt das Buch jedoch einiges zu wünschen übrig. Neben den nahezu unzählbaren Handlungssträngen, die teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit spielen und die meiste Zeit schlicht und ergreifend verwirrend sind, leidet der Roman darunter, dass die Geschichte für mehrere Bände ausgelegt ist und somit kaum eine Handlung zu Ende geführt wird. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit dem ewigen “Gigantomanie”-Gehabe, denn Hohlbein kann es einfach nicht dabei belassen, dass die Dinge groß, teils auch sehr groß sind, nein, alles muss riesig, monströs, ja sogar gigantisch sein, was einem wirklich schnell auf den Geist geht und schon nach wenigen Seiten jegliche Wirkung verliert.
Dazu kommen mangelnde, sumpfige Logik und weitestgehend flache Charaktere, sodass es alles in allem nicht nur ein riesiger Reinfall war, denn durch Hohlbeins eigene Aussage wurden meine eigentlich recht geringen Erwartungen doch deutlich gesteigert, sondern stellenweise auch pure Qual.

Fazit:

Sorry, aber in meinen Augen war das ein Reinfall…

Das Cover:

Das Cover ist alles, was das Buch nicht ist: Ein Hingucker, episch und fantastisch, alles ist gut aufeinander abgestimmt… Also: 5 Sterne für das Cover, 0 Sterne für das Buch

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Infinity: Der Turm von Wolfgang Hohlbein”

  1. Ich kenne das Buch nicht, aber nach deiner Rezi werde ich es auch nicht lesen!
    Eigentlich schade, ein bekannter Autor, ein großer Verlag und dann so etwas …

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