Rezension zu Winterküsse im Schnee von Karen Swan

Okay, Weihnachten ist dann doch irgendwie rum, auch wenn von Winter oder Schnee zumindest hier noch so gar nichts zu sehen war, aber ich habe hier trotzdem noch das eine oder andere gelesene Winter-Weihnachtsbuch herum liegen. Eins davon ist „Winterküsse im Schnee“ von Karen Swan, von der ja seit mehreren Jahren immer pünktlich zur Weihnachtszeit ein neuer Roman im Goldmann Verlag erscheint.

Und wie schon bei den ersten drei Romanen war mir die Protagonistin auf Anhieb alles andere als sympathisch. Allegra ist ein Workaholic der übelsten Sorte, dass sie überhaupt nicht bemerkt, wie die Welt um sie herum dem Zauber der Weihnachtszeit verfällt, ist daher kein Wunder. Statt die Zeit mit ihrer Schwester, einem echten Familienmenschen, zu genießen, geht es ihr nur darum möglichst schnell den nächsten Deal abzuschließen.

Dann aber nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung und plötzlich stehen nicht nur Allegra und ihre Schwester völlig verwirrt und von den Ereignissen überrumpelt irgendwo in der Schweiz herum, auch als Leser war ich doch ziemlich baff, denn hier unterscheidet sich der Roman doch eindeutig von den vorherigen drei, die alle recht gradlinig und wenig komplex waren.

In „Winterküsse im Schnee“ gibt es plötzlich überraschende Twists und ineinander verwobene Handlungsstränge, die einen immer wieder aufs neue völlig kalt erwischen und dafür sorgen, dass die Handlung wirklich nicht vorhersehbar sondern stattdessen spannend und mysteriös war. Oh, und um Weihnachten ging es diesmal tatsächlich auch, das war in den vorherigen Romanen ja auch meist eher Nebensache 😉

Alles in allem konnte mich Karen Swan mit „Winterküsse im Schnee“ wirklich positiv überraschen, der Roman ist zwar immer noch nicht die tiefsinnigste Lektüre aber deutlich weniger flach als die anderen Romane der Autorin, die Geschichte erfrischend überraschend und abwechslungsreich und die Charaktere alles in allem wirklich sympathisch, allein deshalb, weil sie sich im Laufe der Erzählung toll weiterentwickeln. Eine dicke Empfehlung, auch wenn Weihnachten jetzt gerade vorbei ist…

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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