Rezension zu Das Mädchen, das Geschichten fängt von Victoria Schwab

Das große, große Plus von Victoria Schwabs „Das Mädchen, das Geschichten fängt“, dem Auftakt ihrer Serie rund um Mackenzie Bishop und das Archiv, ist die Idee hinter der Geschichte. Denn die ist – zumindest für mich – mal etwas ganz Neues, ganz Ungewohntes und wirklich ziemlich Interessantes.

Das macht es auf den ersten Blick vielleicht etwas schwierig die Arbeit des Archivs so richtig zu verstehen, aber gerade das fand ich auch wieder sehr angenehm – es ist einem nicht von vorne herein klar, was genau alles passieren wird, die Geschichte ist nicht komplett vorhersehbar. Und ich fand die Art, auf die die Autorin ihren Lesern diese Welt des Archivs, der Narrows, Wächter und Chroniken nahe bringt – nämlich sowohl durch Mackenzies direkte Interaktion mit ihnen, als auch durch Rückblenden, in denen Macs Großvater der jungen Mac von dieser Welt erzählt und sie ihr erklärt.

Mac selbst ist, naja, an sich nichts besonderes wenn man sie mal mit anderen YA-Heldinnen vergleicht. Ich fand sie ganz nett, aber einen wirklichen Draht zu ihr hatte ich nicht. Genau wie die anderen Figuren, inklusive der beiden Herren des offenbar obligatorischen Liebesdreiecks, ist eine solide, gut gelungene Figur, die bei mir aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen konnte. Da gibt es eindeutig Geschichten mit stärkeren Figuren, aber genau so gibt es auch viele mit deutlich schwächeren Figuren und in den kommenden beiden Bänden der Trilogie gibt es ja noch Raum zur Entwicklung von Schwabs Figuren.

Insgesamt hat mir „Das Mädchen, das Geschichten fängt“ von Victoria Schwab ziemlich gut gefallen, die Idee hinter der Geschichte ist faszinierend und an sich auch sehr gut umgesetzt. Schwabs Schreibstil ist angenehm zu lesen, nur ihre Charaktere hätten etwas eindrucksvoller sein können und auf die typischen YA-Klischeeelemente á la Liebesdreieck hätte ich verzichten können.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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