Rezension zu Fortunas Flug von Victoria Schlederer

Victoria Schlederer – Fortunas FlugAdd on GoodReadsVictoria Schlederer – Fortunas Flug
 
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 480
ISBN: 978-3453527638
 
 
[mygenres]  
 
 
 

Wien 1913: Klatschkolumnistin Stella Schönthal ist eigentlich nur dem neuesten Skandal der Wiener K.-u.-k.-Gesellschaft auf der Spur, als sie Zeugin einer Bluttat wird. Der geniale Konstrukteur des Luftschiffes „Fortuna” nimmt sich vor ihren Augen das Leben. Neugierig beginnt Stella Nachforschungen anzustellen. Hängt sein Tod mit dem bevorstehenden Jungfernflug der „Fortuna” zusammen? Welches Geheimnis umgibt das Luftschiff? Und was will der mysteriöse Graf Trubic von Stella? Ihre Ermittlungen führen sie bis nach Prag und schließlich über die Grenzen unserer Welt hinaus …

 
 
Meinung:
 
Wer Schlederers Debüt „Des Teufels Maskerade” gelesen hat, weiß, was ihn erwartet. Wer das erste Buch um das Departement für okkulte Angelegenheiten nicht kennt, der sollte sich darauf einstellen, in „Fortunas Flug“ einem Schreibstil zu begegnen, den man so vermutlich noch gar nicht kennt.
 
Das Buch hat alles, was ein gutes Buch braucht:
 
Die Charaktere sind vielschichtig, realistisch und unglaublich sympathisch. Ihre Beziehungen untereinander sind ebenso gut geschildert wie ihre inneren Konflikte. Besonders die knisternden Gefühle zwischen Felix und Dejan, deren romantische Beziehung nie in konkrete Worte gefasst wird, sind unglaublich gut dargestellt.
 
Die Geschichte fesselt von der ersten Seite an. Die Geschichte ist spannend, schnell und unglaublich stimmungsvoll. Die Mischung von Realität und Fantasy vor einem beeindruckenden historischen Hintergrund ist wahnsinnig gut gelungen und die Welt, die die Autorin hier schafft, wird schon nach wenigen Sätzen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig.
 
Und Schlederers Schreibstil ist einfach ein ganz eigener. Er ist definitiv gewöhnungsbedürftig und nicht ganz einfach, dafür aber umso atmosphärischer und einfach unglaublich passend für das Setting im Wien und Prag des frühen 20. Jahrhundert. Er verpasst der Geschichte den letzten Schliff, um das historische Setting lebendig werden zu lassen.
 
Alles in allem ein Buch, das rundum empfehlenswert ist! Es empfiehlt sich allerdings „Des Teufels Maskerade“ zuerst zu lesen, um die Charaktere kennen zu lernen.
 
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den Heyne Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
VERLAG
 
 
5 Sterne - Super

 
 
Die Autorin
 
Victoria Schlederer wurde 1985 in Wien geboren, wo sie nach mehreren Auslandssemestern in Rotterdam derzeit wieder ihren Wohnsitz hat. Sie studiert Politikwissenschaft und Slawistik und ist als freie Journalistin tätig. Neben dem Schreiben gilt ihre Faszination dem Reisen, Sprachen und der Vergangenheit.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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