Rezension zu Die rote Königin von Victoria Aveyard

Victoria Aveyards „Die Rote Königin“ ist ein typischer Young Adult Dystopie Fantasy Roman, der eine nicht ganz unbekannte Idee mit innovativen, neuen Ansätzen vermischt, aber leider auch mit Vielem, das einfach nicht so wirklich Sinn macht oder mich schlecht und nicht überzeugen konnte. Fangen wir vorne an:

In der Welt von „Die Rote Königin“ ist die Bevölkerung des Königreichs Norta in zwei Klassen aufgeteilt: den Adel, in dessen Adern silbernes Blut fließt, das sie zu einer Art X-Men macht, und die restliche Bevölkerung, die ganz normales rotes Blut haben.

Diese Reds Leben nach einem einfachen Prinzip: Sie haben sich für die Silvers kaputt zu schuften und wenn sie keine Lehrstelle finden, wandern sie an die Front. Denn die Elite von Norta befindet sich seit hunderten von Jahren im Krieg mit ihren Nachbarkönigreichen. Das macht nicht so wirklich Sinn! Wieso ist das Land nicht längst pleite? Wieso hat es nicht schon längst alle seine Einwohner an der Front verheizt? Fragen über Fragen, die darauf schließen lassen, dass sich die Autorin nicht so recht mit dem Prinzip Krieg beschäftigt hat.

Weiter geht es mit der Protagonistin, Mare, die wäre wohl auch an der Front gelandet, hätte sie nicht durch puren Zufall einen Job im Palast der Königsfamilie bekommen. Aber das reicht natürlich noch nicht, sie gerät auch noch mitten hinein in die Brautschau des Prinzen, bei der die Töchter der Adelsfamilien ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Und Zufall, Zufall, es stellt sich heraus, dass Mare – obwohl sie doch eindeutig eine Red ist – auch über X-Men ähnliche Fähigkeiten verfügt. Leider sind ihre Superkräfte auch schon das einzige, was sie irgendwie interessant macht, sonst ist sie quasi spektakulär uninteressant und auch nicht die Hellste.

Aber das ist hier kaum jemand. So gibt es zwar den einen oder anderen ganz sympathischen Charakter, aber so richtig begeistern konnte mich keiner. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Widerstand, dessen Existenz ich zwar verstehen konnte, denkt man aber mal genauer drüber nach, fällt einem auf, wie katastrophal sein Erfolg für die allgemeine Bevölkerung wäre, die er zu befreien versucht.

Aber egal, Tatsache ist, so sehr mir „Die Rote Königin“ von Victoria Aveyards während des Lesens auch gefallen hat, und das hat mir der Roman eigentlich ziemlich gut – auch wenn mich die Charaktere jetzt nicht richtig begeistern konnte –, nur zwei Wochen nach dem Lesen kann ich mich kaum noch an die Handlung erinnern und musste alles noch einmal nach lesen, weil es doch insgesamt ziemlich 08/15 war.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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