Rezension zum Hörbuch zu Rat der Neun: Gezeichnet von Veronica Roth

Ich bin ja eigentlich kein Fan von Hörbüchern, aber hin und wieder packt mich dann doch die Lust darauf, eine Geschichte vorgelesen zu bekommen. Und die Hörprobe von Veronica Roths „Rat der Neun: Gezeichent“ klang ja auch eigentlich ziemlich gut, genau wie die Inhaltsangabe. Unglücklicherweise hat meine Begeisterung nicht allzu lange angehalten…

Die ersten zwei Kapitel waren noch völlig okay. Typischer Einstieg in einen fantastischen YA-Roman, erzählt aus der Sicht des männlichen Parts des Protagonisten-Pärchens Akos und gelesen von Shenja Lacher. Danach kommt ein Dutzend Kapitel aus der Sicht von Cyra, gelesen von Laura Maire. Und während mir auch hier die ersten paar noch ganz gut gefallen haben, habe ich dann doch relativ schnell Probleme bekommen, mir ist die Art, auf die die Sprecherin vor allem Cyra vertont, irgendwann einfach auf den Geist gegangen.

Aber auch inhaltlich war es einfach nicht mein Ding. Die Dialoge, gerade zwischen Cyra und Akos, fand ich schnell einfach nur öde, die Figuren selbst eindimensional und langweilig. Kann sein, dass das Hörbuch-Format zu meiner Abneigung beigetragen hat, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass mir die Story selbst besser gefallen hätte, hätte ich sie selbst gelesen.

Denn auch mit der war ich… naja, nicht glücklich. Es passiert einfach nichts! Es gibt ewig langes Geplänkel zwischen den Protagonisten, die sich über Gott und die Welt unterhalten – spannender Weise ohne, dass man als Leser/Hörer tatsächlich ein Gefühl für diese Welt bekommt, statt im All könnte die Geschichte auch sonst wo spielen. Bis tatsächlich mal wirklich Handlung aufkommt, dauert es Ewigkeiten und dann flacht die Action quasi auch sofort wieder ab.

Alles in allem war „Rat der Neun: Gezeichnet“ von Veronica Roth einfach langweilig und nichtssagend. Als ich die zweite CD eingelegt habe, hätte ich schon nicht mehr genau sagen können, was im Laufe der ersten passiert ist. Die Handlung wie auch die Charaktere konnten mich nicht ansatzweise fesseln und auch die Sprecher haben es nicht besser gemacht (vermutlich allerdings auch nicht viel schlechter). Schlicht und ergreifend eine Geschichte, die man vergisst, kaum dass man sie gehört hat.

P.S: Ja, ich weiß, dass es diverse Kontroversen um dieses Buch gibt, muss aber zu meiner Schande gestehen: Bei mir ist die Geschichte einfach so sehr zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen, dass diese Themen für mich einfach in dem allgemeinen Morast von Langeweile untergegangen sind…

Für Fans von…

  • ich habe nicht den blassesten Schimmer

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Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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