Rezension zu Talvars Schuld von Valerie Colberg

Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr am Ende da sitzt und euch fragt, wo die Story geblieben ist? Ob das alles war? Eigentlich habe ich nichts gegen Geschichten, die ohne große Actionszenen auskommen und deren Handlung stattdessen auf Intrigen und politische Machtspielchen aufgebaut ist. Bei „Talvars Schuld“ von Valerie Colberg erschien mir die ganze Handlung allerdings denkbar zwecklos, sinnfrei. Ganz abgesehen davon, dass die „große Liebe“ im Zentrum der Geschichte in meinen Augen alles aber nicht überzeugend war…

Malkar behauptete nach wie vor, es liege in Kadevis‘ eigenem Interesse, herauszufinden, was damals auf Kyma geschehen war. Aber stimmte das wirklich?

Talvars Schuld von Valerie Colberg, Seite 213f

Eigentlich bin ich ein großer Fan von Fantasy, die ohne große Schlachten auskommt. Aber dazu muss die restliche Geschichte faszinierend genug sein. Es muss Intrigen geben, die mich wirklich interessieren und der Schreibstil muss mich fesseln. Leider war bei „Talvars Schuld“ kaum etwas davon wirklich der Fall. Die Geschichte fing gut an, mit einem faszinierenden Setting und interessanten Charakteren, aber wirklich fesseln konnte sie mich nicht. Während ich anfangs große Hoffnungen hatte, hat mein Interesse leider mit jeder Seite stärker nachgelassen – es passiert einfach nichts, die Ereignisse sind schleppend und meiner Meinung nach fast durchgehend uninteressant. Besonders die ‚Liebesgeschichte’…

Ein Teil von ihm wollte nichts lieber, als Talvar zu helfen. […] Der andere Teil von ihm wollte sofort von diesem düsteren Ort weg. Und dann war da noch eine Stimme […], die flüsterte: Talvar ist noch immer nicht aufrichtig zu dir.

Talvars Schuld von Valerie Colberg, Seite 256

Insgesamt… Naja, es war halt einfach nicht meins. Valerie Colberg hat mit „Talvars Schuld“ einen Roman geschrieben, der durchaus ein faszinierendes antikes Setting zu bieten hat, leider ist bei mir einfach der Funke nicht übergesprungen und das ist gerade bei einem so stark charakterorientierten Roman wie diesem wohl mehr oder weniger das Todesurteil. Schade!

Für Fans von…

  • Intrigen und Machtspielchen
  • von der Antike inspirierten Settings
  • seltsamen Liebesgeschichten

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Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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