Rezension zu Royal: Eine Liebe aus Samt von Valentina Fast

Halleluja, es ist vorbei! Mit „Royal: Eine Liebe aus Samt“ ist Valentina Fasts „Royal“-Serie endlich vorüber – sieht man mal von dem Spin-off ab, dass es wohl geben soll. Aber die große Geschichte von Tanya, der ganzen Disney-Prinzessinnen-Glitzer-Glamour-Version von „Catch the Millionaire“ und all dem ist endlich vorbei. Dabei hatte ich so große Hoffnungen für die ganze Geschichte, aber leider konnte auch der letzte Band nicht mehr rausreißen, was vorher so alles schief gegangen ist.

Mein Problem war einfach, dass nach fünf Bänden voller belanglosem Glitzer und Glamour, Kleidern, Klatsch und Tratsch, in denen kaum etwas passiert ist und sich die ganze dystopische Seite der Geschichte nur sehr, sehr langsam offenbart hat, dieser eine letzte Band zu wenig war, um die Geschichte vernünftig zum Ende zubringen, alle offenen Fragen zu beantworten, etc. pp.

Ja, ich fand es sehr, sehr angenehm, dass es endlich einmal Action gab und der ganze rosa Prinzessinnenglitzerkrempel quasi nicht mehr vorhanden war, allerdings gab es gleichzeitig halt wirklich sehr viel Infodump-Gedöhns, in denen die gesamte Hintergrundgeschichte auf einen Schlag in Dialogszenen offenbart wurde und in denen sehr viel mehr erzählt als gezeigt wurde, was so alles passiert ist. Das fand ich persönlich relativ ermüdend, vor allem, da diverse Sachen – z.B. die Geschichte mit Charlotte – einfach schon seit zwei oder drei Bänden ziemlich offensichtlich waren. Ich habe große Teile dieser Szenen einfach nur noch quergelesen und überflogen, weil mich die Autorin damit nicht im geringsten fesseln konnte.

So fand ich viele Ideen zwar wirklich gut, hätte mir aber gewünscht, dass sie dem Leser anders gezeigt worden wären, dass es vorher weniger Auswahlgedöhns und dafür mehr Dystopie gegeben hätte, dann hätte mich vielleicht auch die Action in diesem letzten Band wirklich überzeugen können, denn dann hätte man sich die langen Dialogszenen sparen und den ganzen Band damit spannender machen können.

Alles in allem kam der Umschwung in Richtung Dystopie für mich einfach zu spät, Auflösung und Action wurden zu schnell abgehandelt, um mich wirklich überzeugen zu können und dadurch geht den Ideen, die Valentina Fast in „Royal: Eine Liebe aus Samt“ und dem Rest der Serie verarbeitet, einiges an Potential verloren, sie verschwinden einfach unter all dem Disney-Prinzessinnen-Glitzer und das fand ich ziemlich schade. Alles in allem konnte mich der sechste und letzte Band der Reihe daher nicht so wirklich überzeugen, schade!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Royal: Eine Liebe aus Samt von Valentina Fast”

  1. Das klingt ein wenig nach „Selektion“, obwohl ich diese dystopisch angehauchte Trilogie sogar zum Zwischendurch-Lesen empfehlen würde.
    Hier klingt das so, als hätte die Autorin sich allein durch ihre Schreibe und das langziehen der Story auf fünf Bände ihr Grab geschaufelt. 🙂

    1. Das klingt sogar sehr nach Selection, es fehlt allerdings dieser gewisse Unterhaltungswert, eben weil es viel zu sehr in die Länge gezogen wurde und teilweise sehr hölzern klingt.
      Es sind übrigens sechs Bände – habe ich irgendwo fünf geschrieben?

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