Rezension zu Partyminis aus dem Glas von Ulrike Beilharz

Sehr gespannt habe ich dieses Kochbuch erwartet, weil ich den Titel und die Idee dahinter doch besonders interessant fand.

Frau Beilharz hat für ihr erstes Kochbuch Rezepte gesammelt, die bei ihren Gästen besonders gut angekommen sind.

Das Prinzip der Partyminis ist eigentlich genial, ein Gericht wird auf mehrere kleine Gläser verteilt, so dass jeder Gast viele verschiedene Speisen probieren kann.

Bei der Auswahl der Gläser kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Frau Beilharz legt bei ihren Rezepten auch Wert darauf, dass diese gut vorbereitet werden können, und am eigentlichen Tag der Party, weniger Arbeit auf die/den Gastgeber(in) wartet.

Unterteilt ist das Buch in süße und pikante Rezepte, wobei die süßen allerdings deutlich überwiegen. Es ist natürlich Geschmackssache, aber ich hätte mit mehr pikante Gerichte gewünscht. Zwei Drittel des Buches befassen sich mit Nachspeisen und ein Drittel mit pikanten Gerichten. Meiner Meinung nach, überwiegen beim Verzehr auf einer Party eher die herzhaften, pikanten Gerichte und nicht die süßen.

Bei den süßen Minis findet man z.B. Orangenschmand, Panna cotta, Amarettotörtchen, Mousse au chocolat. Sicher alles gute Rezepte, aber für mich nichts wirklich Neues. Da kann ich mein bewährtes Mousse Rezept nehmen und es statt in einer Schüssel zu servieren, als Party-Mini auf viele kleine Gläser verteilen.

Positiv fällt auf, dass jedes Rezept mit einem sehr ansprechenden, appetitanregenden Foto versehen ist.

Da mich, wie oben schon beschrieben, die pikanten Rezepte mehr reizen, habe ich diese besonders ausführlich angeschaut. Auch hier wieder wirklich schöne und ansprechende Fotos, aber leider keine Rezepte, die mich animieren, diese auszuprobieren. Es sieht natürlich nett aus, wenn man, wie beim Rezept „Rheinischer Kartoffelsalat“, den Salat auf kleine Gläser verteilt und die Würstchen auf Spieße steckt und darüber legt. Aber auch das ist nichts wirklich Neues. Ob man „Zucchini-Röllchen mit Schafskäse“ zubereitet und diese auf einer Platte serviert, oder aber in Gläser steckt, macht für mich jetzt keinen großen Unterschied. Wenig ansprechend finde ich auch, dass bei einigen Rezepten als Soße einfach nur „Miracel Whip“ genommen wird, da erwarte ich doch von einem Kochbuch eher, dass z.B. eine Cocktailsauce auch selbst zubereitet wird.

Für mich war dieses Buch leider eine Enttäuschung, außer schönen Fotos keine wirklich neuen Ideen und Anregungen.

Fazit:

Partyminis aus dem Glas ist sicher eine Anregung für Kochneulinge, die noch wenig Kocherfahrung haben. Durch die schönen Fotos ist es auch leicht, das Gericht selber hübsch anzurichten. Für versierte Hobby-Köche ist dieses Buch eher nicht empfehlenswert, da keine wirklich neuen Rezepte darin vorkommen. Das einzig Andere oder Neue bei den Rezepten ist die Art und Weise des Anrichtens

Veröffentlicht von Trully

Wenn sie nicht gerade anderen Leuten etwas über gesunde Ernährung erzählt, Kochkurse gibt oder sonst wie arbeitet, liest „Trully“ auch gerne mal ein Buch – oder zwei oder drei 😉 Ihre Themengebiete sind dabei natürlich Kochen und Ernährung, aber auch für Krimis und gute Romane kann sie sich begeistern.

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2 Kommentare zu “Rezension zu Partyminis aus dem Glas von Ulrike Beilharz”

  1. Heyho 😀
    Falls man also Anrichteprofi werden will, dann ist das Buch perfekt XD Muss ich mal schauen, ob das was für uns zu Hause ist. Ich mache ja eher selten irgendwas Süßes zu Hause, denn ansonsten würde ich wahrscheinlich noch 20kg zurechnen müssen. Aber für den Anlass Weihnachten oder andere muss ich mal schauen 😀

    Liebste Grüße,
    Sarah

    1. So ungefähr 😆 Wobei man auch einfach normale Rezepte nehmen kann und die dann eben statt in eine große Schüssel in lauter kleine Gläser füllt… Und zu Weihnachten empfehle ich Lebkuchen- oder Spekulatiusmousse 🎄

      Liebe Grüße

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