Rezension zu Die Blausteinkriege: Das Erbe von Berun von T.S. Orgel

Mit High Fantasy habe ich ja so meine Probleme, die Hälfte der Zeit finde ich sie sterbenslangweilig und dann wieder wahnsinnig toll. „Die Blausteinkriege: Das Erbe von Berun“ der Brüder Tom und Stephan Orgel konnte mich allerdings ziemlich begeistern.

Das Autorenduo hat mit dem Kaiserreich Berun und der es umgebenden Welt einen vielschichtigen, facettenreichen Schauplatz für eine spannende Handlung, voller faszinierender Charaktere und Intrigen. Einst war Berun ein großes, mächtiges Reich, der Mittelpunkt dieser gesamten Welt, doch von dieser Macht hat es im Laufe der Jahre so einiges eingebüßt und nun steht es vor dem Niedergang. sein Schicksal ruht auf den Schultern dreier gänzlich unterschiedlicher Menschen.

Diese Figuren waren an sich wie schon gesagt wirklich faszinierend, aber Sara, einer dieser drei Menschen und eine der wenigen weiblichen Rollen, war so gar nicht mein Fall. Klar, sie ist abgehärtet durch ihre Vergangenheit und generell durch die Welt, in der sie lebt, aber während die anderen Charaktere alle eine gewisse Tiefe hatten, ist sie einfach nur kalt und stumpf und damit ziemlich flach. Überzeugt war ich davon nicht, denn auch wenn ich ganz froh darüber war, dass es keine Romanze gab, einen starken weiblichen Hauptcharakter, mit dem man sich tatsächlich identifizieren kann.

Trotzdem konnte mich die Geschichte der Brüder alles in allem überzeugen, denn mit ihren subtilen Fantasyaspekten und dem wirklich interessanten Magiesystem mit den Blausteinen haben sie mich begeistert und auch all die Intrigen und das Ränkespiel haben mir gut gefallen, sodass ich alles in allem vier von fünf Sternen und eine klare Empfehlung für T.S. Orgels „Die Blausteinkriege: Das Erbe von Berun“ vergebe – wer High Fantasy mit komplexer Story und ohne Romanze mag, der sollte diesem Serienauftakt definitiv eine Chance geben.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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