Rezension zu Sonea: Die Hüterin von Trudi Canavan

Trudi Canavans Serie um die Gilde der Schwarzen Magier fand ich ja wirklich grandios – bis auf das Ende. Daher habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es eine weitere Trilogie gibt, ein Spin-Off der ersten, die zwanzig Jahre später spielt und in der es um Sonea und ihren Sohn Lorkin geht. Und auch wenn die Serie meiner Meinung nach nicht an die ersten drei Bücher heran reichen kann, hat es mir doch Spaß gemacht in Canavans Welt zurück zu kehren und „alte Bekannte“ wieder zu treffen sowie neue Figuren kennen zu lernen.

Canavans Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, schafft mit wenigen Worten eine fesselnde Atmosphäre und lässt die Welt, die die Autorin geschaffen hat, lebendig werden. Dadurch ist es mir sehr leicht gefallen den Einstieg in die Geschichte zu finden und ich habe nur wenige Sätze gebraucht, um mich in das Geschehen fallen zu lassen.

Leider hatte ich dafür aber ein paar Probleme mit der Erzählperspektive. Nun sind Wechsel in Perspektive für die Bücher der Autorin nichts neues, aber hier bin ich leider nicht mit allen Perspektiven gleich gut klar gekommen, oftmals kamen die Sprünge genau an den Stellen, wo es gerade so richtig spannend wurde. Darunter haben dann natürlich sowohl der Lesefluss als auch die Spannung gelitten, denn nach jedem Bruch hat es erstmal wieder einen Augenblick gedauert, bis ich in der neuen Perspektive drin war und das stört.

Ansonsten aber ist die Handlung wirklich klasse. Spannend und fesselnd, voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen zieht sie den Leser in ihren Bann und wären da nicht immer wieder diese blöden Unterbrechungen aufgrund der Perspektivwechsel, würde das Buch von mir wohl volle fünf Sterne bekommen.

So aber gibt es für eine alles in allem sehr gute Geschichte mit einigen Schwächen in der Erzählstruktur leider nur vier Punkte. Und den Hinweis, dass man vermutlich doch besser erst „Die Gilde der Schwarzen Magier“ liest, einfach damit man mit ein bisschen mehr Hintergrundwissen an dieses Buch herangeht.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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