Rezension zu Hollys Weihnachtszauber von Trisha Ashley

Eigentlich kann Holly Weihnachten nicht mehr ausstehen, seit ihr Mann einige Jahre zuvor kurz vor Weihnachten tödlich verunglückte. Deshalb macht sie in der Weihnachtszeit stets das Beste aus ihrem Job als Haussitterin und flieht vor allem Weihnachtstroubel, vorzugsweise in irgendein abgeschiedenes Nest. So auch in diesem Jahr, als sie kurzfristig für ihre Kollegen einspringen und sich um das Herrenhaus der Familie Martland kümmern soll.

Dass es sich diesmal allerdings nicht um einen Auftrag wie alle anderen handelt, ist schon klar, als Holly den Namen ihres Auftraggebers erfährt. Denn nur kurz zuvor starb Hollys Großmutter und ihre letzten Worte war ein Name, Ned Martland. Auch wenn Hollys zuerst noch an Zufall glaubt, verdichten sich schnell die Zeichen, dass dem nicht so ist – und dass Holly dieses Jahr wohl trotz ihres Widerwillens ein ganz besonderes Weihnachtsfest bevorsteht.

„Hollys Weihnachtszauber“ ist ein nettes Weihnachtsbuch voller Witz und Weihnachtsgeist und natürlich auch durchaus ein wenig Romantik – wobei diese hier zwar eine Rolle spielt, aber nicht direkt im Zentrum der Geschichte steht. Freundschaft und Familie, sowie auch der Umgang mit Tod, Trauer und Verlust spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle.

Die Charaktere sind gut konstruiert und alle auf ihre Art liebenswert, meist auf die eine oder andere Weise ziemlich schrullig und ihr Miteinander sorgt immer wieder für witzige und unterhaltsame Situationen. Und auch die Szenerie des kleinen Dorfs im ländlichen England mit all seinen exzentrischen Bewohnern und urigen Riten und Bräuchen fand ich sehr gut umgesetzt und passend.

Sicher, allzu viel Tiefgang hat „Hollys Weihnachtszauber“ von Trisha Ashley alles in allem zwar nicht und auch die Handlung ist in vielerlei Hinsicht durchaus vorhersehbar, aber das Buch verbreitet Weihnachtsstimmung und bietet unterhaltsame Lesestunden.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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