Rezension zu Der Tod der Märchenmacher von Thomas Weber

In „Der Tod der Märchenmacher“ hat Autor Thomas Weber nicht nur diverse klassische Märchen in moderner Umgebung neu aufleben lassen sondern auch noch diverse andere Geschichten, von antiker Mythologie bis zu aktueller Popkultur, dazu geschmissen. Das Ergebnis konnte mich leider nicht restlos überzeugen.

Vielleicht wäre ich besser mit dem Buch klar gekommen, wenn der Autor nicht so unglaublich viel auf die nicht mal 400 Seiten gepackt hätte. So aber wirken die Massen an Referenzen zu anderen Geschichten übertrieben, die Handlung scheint zu vollgestopft und dadurch zu hektisch. Dabei geht die eigentlich wirklich gute Idee leider ziemlich unter und auch wenn es einen roten Faden gibt, nämlich Freddy und seine Geschichte, verliert man diese als Leser doch schnell aus den Augen.

Auch die Figuren selbst konnten mich nicht überzeugen. Der 15jährige Protagonist Freddy war, ehrlich gesagt, einfach nur nervig, denn auch wenn ich – nicht zuletzt meinem drei Jahre jüngeren Bruderherz sei Dank – selbst genau weiß, wie ätzend Jungs in dem Alter sein können, hier wirkte es einfach überzeichnet, vermutlich vor allem deshalb, weil auch die anderen Figuren, allen voran Taro und Wolfi, auf Dauer leider recht nervig waren.

Alles in allem fand ich die Idee hinter Thomas Webers Roman „Der Tod der Märchenmacher“ zwar wirklich gut, aber der ganze Roman war mir ehrlich gesagt zu überladen, zu vollgestopft mit den verschiedensten Elementen und auch die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen. Alles in allem daher ein recht durchwachsenes Leseerlebnis – Schade!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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