Rezension zu Das verbotene Eden: Magda und Ben von Thomas Thiemeyer

Den zweiten Band dieser Trilogie, in dem es um Logan und Gwen ging, habe ich nicht unbedingt in bester Erinnerung, daher war ich etwas skeptisch, was dieses Finale anging. Allerdings hat mich der letzte Part der Serie wirklich positiv überrascht und begeistert, denn er reicht wieder locker an die Spannung und Qualität des ersten Teils heran.

Auch wenn es schon länger zurück liegt, dass ich den zweiten Band gelesen habe und ich von Büchern, die mir nur mäßig gefallen haben, sowieso meist weniger in Erinnerung behalte, ist mir der erneute Einstieg in die Geschichte überhaupt nicht schwer gefallen. Das lag hauptsächlich an dem Prolog, der zwar recht düster ist, einen aber gerade dadurch und durch den fesselnden Schreibstil des Autors sofort in seinen Bann zieht und dem Leser die bisherigen Geschehnisse gekonnt schnell noch einmal ins Gedächtnis ruft.

Der dann folgende erste Teil der Geschichte ist ein ausgedehnter Rückblick, der vom Ausbruch des Virus aus der Sicht des jungen Pärchens Magda und Ben berichtet. Zwar weiß man als Leser, was die Folgen dieses Virusausbruchs sind, aber schon während der ersten beiden Bände habe ich mir immer wieder gewünscht, mehr über die Anfänge der Seuche zu erfahren, die Männer und Frauen derart entzweit hat. Und genau das bekommt man hier nun geboten, sodass ich das Buch erst einmal kaum aus der Hand legen konnte, weil ich es so spannend fand.

Anschließend wechselt die Geschichte wieder 65 Jahre in die Zukunft, in den Zeitstrang, in dem zuletzt Gwens und Logans Geschichte stattfand. Überzahlreiche Perspektiven und Erzählstränge verteilt, in denen der Leser sowohl auf neue als auch altbekannte Charaktere trifft spitzt sich die Geschichte hier dann immer mehr zu bis sie schließlich zum fulminanten Abschluss kommt.

Hoch spannend und abwechslungsreich hat mich dieses Buch nicht auf einer einzigen Seite gelangweilt und ich hatte es in Nullkommanichts durch. Wie es im Buch selbst so schön heißt: „Der Kreis schließt sich“ in diesem Finale, der Autor entwirrt und klärt vorherige Handlungsstränge und beantwortet tatsächlich alle Fragen, die mir während des Lesens der Trilogie so in den Sinn gekommen sind. Rundum gelungen und erneut mit dieser ausgewogenen und absolut faszinierenden Mischung aus Action und Romantik, düsterer Zukunftsvision und lockerem Humor sowie dem nötigen Tiefgang ausgestattet, die mich im ersten Band so begeistert hat.

Alles in allem ist „Das verbotene Eden: Magda und Ben“ ein mehr als nur gelungener Abschluss dieser Trilogie und der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass es jetzt vorbei… Wem Band 1 gefallen hat, der wird diesen ebenfalls lieben, selbst wenn ihm – so wie mir – der zweite Teil vielleicht nicht ganz so gut gefallen hat.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Das verbotene Eden: Magda und Ben von Thomas Thiemeyer”

  1. Das hört sich ja mal echt gut an… Ich habe echt die Nase voll von Trilogie, finde es aber trotzdem super wenn ein Autor es schafft die Trilogie-Form zu nutzen, um den „Kreis zu schließen“ und, wie du so schön geschrieben hast, alle Fragen zu beantworten… Ich sehe ja ein, dass manches in einer Trilogie „heranwächst“ aber leider nutzen Autoren dann viel zu selten die Chance alles aufzuklären.

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