Rezension zu Schweinsgalopp von Terry Pratchett

Ich muss sagen, in letzter Zeit hat Sir Terry Pratchett es mir irgendwie angetan. Schuld daran ist nicht zuletzt die einfach herrliche Verfilmung von „Schweinsgalopp“, die mich überhaupt erst darauf gebracht hat, das Buch auch zu lesen. Und es steht dem zweiteiligen TV-Film eindeutig in nichts nach.

Das Cover des Buchs ist ein Graus und einer der Gründe, warum ich kurz davor war, das Buch dann doch nicht zu lesen, obwohl ich natürlich weiß, never judge a book by its cover – trotzdem ist es so nur als eBook bei mir gelandet, ins Regal kommen statt dessen die neuen Schmuckausgaben der „Discworld Collector’s Library“, die der Gollancz seit November nach und nach herausbringt (*KLICK*)

Aber zur Geschichte hinter Schweinsgalopp: Da dies, von meinem bereits Jahre zurückliegenden ersten und wenig herausragenden Ausflug in die Scheibenwelt einmal abgesehen, mein erster Scheibenweltroman ist, kann ich nicht sagen, wie genau das Buch einzuordnen ist, ich kann aber durchaus sagen, dass es mir auch ohne irgendwelche Vorkenntnisse sehr leicht gefallen ist, in die Geschichte einzutauchen und ich keinerlei Verständnisprobleme hatte.

Und „Schweinsgalopp“ ist eine herrlich amüsante Geschichte, mit der Terry Pratchett das Weihnachtsfest gekonnt auf die Schippe nimmt. Denn auch die Scheibenwelt hat eine Art Weihnachtsfest, statt Rentieren gibt es hier aber Schweine, weshalb der Titel durchaus wörtlich zu nehmen ist. Dumm nur, wenn der Weihnachtsmann plötzlich nicht mehr aufzufinden ist. Da der Tod in dieser Abwesenheit allerdings mehr Gefahr sieht, als nur ein ausgefallenes Fest, springt er kurzerhand ein und übernimmt, ausgestattet mit weißem Rauschebart und rotem Fellcape, kurzerhand das Verteilen der Geschenke.

„Antropromorphe Personifizierungen“ sind es, die in dieser Geschichte im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören neben dem Tod eben auch der Schneevater (Weihnachtsmann) oder die Zahnfee. Und solche Wesen sollten nicht sterben. Tun sie das – und tauchen an ihrer Stelle plötzlich Gestalten wie der „o Gott des Katzenjammers“ oder der Sockenfresser auf -, dann sorgt das unweigerlich für riesengroßes Chaos. Und dass Tod mit seiner Einmischung die ganze Sache nur begrenzt besser macht, ist vermutlich auch nicht allzu verwunderlich. Also muss seine Enkelin Susanne sich auf die Suche nach dem verschwundenen Schneevater machen, in der Hoffnung, die Scheibenwelt doch noch irgendwie zu retten.

Alles in allem ist „Schweinsgalopp“ ein absolut herrliches und unglaublich amüsantes Buch. Es geht hier rasant und abenteuerlich zur Sache und dank des genialen Wortwitzes bin ich aus dem Lachen kaum herausgekommen. Das wird definitiv nicht mein letzter Scheibenwelt-Roman gewesen sein und ich kann das Buch nur jedem Fantasyfan ans Herz legen. Und die Verfilmung im übrigen auch 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Schweinsgalopp von Terry Pratchett”

  1. Hm… ich frag mich grad, ob ich Schweinsgalopp besitze oder nicht 😀
    Ich glaub jedenfalls schon und jetzt muss ich es auch unbedingt noch mal lesen. Weihnachten a la Scheibenwelt, herrlich 😉

    Alles Liebe, Chimiko

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