Rezension zu Alles Sense von Terry Pratchett

Hach, Tod ist schlicht und ergreifend mein absoluter Lieblingscharakter aus Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Universum. Damit hätte auch „Alles Sense“ natürlich von Anfang an einige Pluspunkte und auch wenn ich leider sagen muss, dass mich dieser Roman nicht gänzlich überzeugen konnte – es gibt definitiv bessere mit Tod in der Hauptrolle -, gut fand ich ihn trotzdem.

Was passiert, wenn der Tod plötzlich nicht mehr kommt? Wenn Menschen zwar sterben aber irgendwie nicht tot sind, was macht man dann? Vor genau dem Problem steht die Scheibenwelt, als Tod kurzerhand gefeuert wird – er hat einfach zu viel Persönlichkeit und zu viel Interesse an den Bewohnern der Scheibenwelt entwickelt, absolut unpassend für eine doch eigentlich unparteiische anthropomorphe Personifizierung.

Also stehen sie vor einem Problem: die Bewohner der Scheibenwelt, die nichts mit ihren plötzlich gar nicht so toten Toten anfangen können, ebendiese eigentlich Verstorbenen, aber eben nicht Toten, die nicht wirklich etwas mit sich selbst anfangen können und Tod, der plötzlich ohne Job dasteht. Dass das alles schnell für riesengroßes Chaos sorgt, ist natürlich klar und so startet ein weiteres turbulentes Abenteuer in der Scheibenwelt.

Wie schon gesagt, „Alles Sense“ ist nicht der stärkste Tod-Roman, aber er ist, wie alle Romane der „Scheibenwelt“-Serie, humorvoll und unterhaltsam und dabei voller spitzzüngiger Anspielungen und mal mehr, mal weniger versteckter  Gesellschaftskritiken, halt ein typischer Pratchett, den ich innerhalb weniger Stunden in einem Rutsch gelesen habe.

Alles in allem also eine klare Empfehlung für Terry Pratchetts „Alles Sense“ 😉 Der Roman hat so seine Schwächen, wer aber die Schweibenwelt und vor allem Tod mag, der sollte sich diesen Teil der Serie auf keinen Fall entgehen lassen 😀

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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