Rezension zu Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar

„Eva und die Apfelfrauen“ von Tania Krätschmar ist einfach ein absolutes Feel-Good-Buch. Die Geschichte ist nicht die tiefsinnigste, aber sie ist sie ist hin und wieder durchaus anrührend, sie ist lustig und unterhält beim Lesen und sie geht einfach irgendwie ans Herz – eben das perfekte Wohlfühlbuch.

Eva und die Apfelfrauen das sind eigentlich erstmal Eva und ihre vier besten Freundinnen. Die, alle um die 50, beschließen eine WG zu gründen. Doch dazu muss erstmal ein Haus her, denn zu fünft in einer Wohnung? Das will keine von ihnen. Also veröffentlicht Eva kurzerhand eine Anzeige im Internet und nach einer ganzen Reihe ebenso enttäuschender wie amüsanter Reaktionen passiert schließlich, worauf alle gehofft hatten: Sie erben ein Haus. Ein Haus am Wannsee. Was können sich fünf gestandene Berlinerinnen mehr wünschen? Dummerweise stellt sich jedoch schnell heraus, dass das so nicht ganz stimmt, denn es gibt zwar ein Haus, doch das liegt nicht etwa an dem Berliner Wannsee, sondern stattdessen IN Wannsee, einem kleinen Kaff tief im „Wilden Osten“. Dafür gibt es dazu einen riesigen Apfelgarten und die Aufgabe, diesen zu bewirtschaften.

Dass die fünf völlig unterschiedlichen Stadtdamen bei der illustren Landbevölkerung nicht unbedingt auf ihresgleichen stoßen, ist zu erwarten, aber es wird trotzdem hoch amüsant, wenn man dieses Aufeinandertreffen an der Seite von Eva und Co. miterlebt. Tania Krätschmar lässt ihre Figuren lebendig werden, sie wirken greifbar und realistisch und seltsam vertraut, so als hätte man sie schon mal irgendwo getroffen, ohne sich gerade aber genau daran erinnern zu können wo. Und sie ziehen einen einfach mit in ihre Geschichte, die so voller Spaß am Leben steckt, dass man gar nicht anders kann, als sich in einem Rutsch durch die knapp 350 Seiten durchzuschmöckern.

Alles in allem ist Tania Krätschmars „Eva und die Apfelfrauen“, wie schon zu Beginn gesagt, eben einfach eins: Ein Feel-Good-Buch vom Feinsten. Vielleicht nicht immer besonders tiefsinnig, dafür aber unterhaltsam und mitreißend und ein Garant für schöne Lesestunden.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar”

  1. Das ist so ein Buch, das ich schon ein paar Mal in der Hand hatte… irgendwann muss ich wohl doch noch lesen!

    Alles Liebe und ein gutes neues Jahr, Chimiko

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