Rezension zu Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi

Dieses Buch ist wirklich seltsam. Ich habe es bereits auf Englisch gelesen und ich habe es gehasst. Nun hatte ich allerdings auch die deutsche Ausgabe hier und da mein größtes Problem mit dem Buch der Stil der Autorin gewesen war, der vor überflüssigen und vor allem größtenteils schrecklich kitschigen Metaphern nur so strotzte, war ich neugierig, wie dieser Stil wohl in der Übersetzung funktionierte.

Und siehe da, auch wenn das Buch es definitiv nicht zu meinen Lieblingsbüchern schaffen wird, hat es mir auf Deutsch doch wesentlich besser gefallen. Hier hat die Übersetzung wahre Wunder gewirkt, denn auch wenn es immer noch sehr schwülstig ist, fand ich das Ganze auf Deutsch sehr viel angenehmer zu lesen.

Die Geschichte an sich hat etwas von X-Men meets Dystopie meets seltsame Liebesgeschichte. Dabei ist gerade das dystopische Element nicht so ausgearbeitet, wie ich mir das wünschen würde und es bleibt vieles sehr skizzenhaft und ungenau. Da kann man nur auf Besserung in den Folgebänden hoffen.

Auch die Protagonistin selbst könnte in meinen Augen noch etwa Arbeit vertragen. Ich hatte an vielen Stellen Probleme mit ihren für mich nur selten wirklich nachvollziehbaren Gefühlen, Gedanken und Handlungen, was es doch etwas erschwert hat, irgendeine Verbindung zu der Geschichte aufzubauen.

Insgesamt ist „Ich fürchte mich nicht“ besonders durch seinen ganz anderen Stil sehr interessant auch wenn es sich story-technisch meiner Meinung nach nicht wirklich hervortut.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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