Rezension zu Mord im Wasenmoos von Susanne Wiegleb

Dies ist der dritte Krimi mit Chrissie, der Bibliothekarin aus Bonn und Karim, dem Halbmarokkaner und Vermessungsingenieur aus dem Allgäu. Chrissie ist übers Wochenende zu Besuch bei Karim als die Polizei, im nahe gelegenen Moor, einen Toten aus dem Wasser zieht. Zuerst scheint es, als habe der Tote schon viele Jahre dort gelegen, doch schnell findet die Polizei heraus, dass er zu einem tschechischen Bautrupp gehörte, den ein ortsansässiger Immobilienmakler angeheuert hat. Kurze Zeit später taucht die nächste Leiche auf und Karim kann es mal wieder nicht lassen, den befreundeten Polizisten mit Rat und Tat zu Hilfe zu eilen, wovon Chrissie allerdings gar nichts wissen möchte.

Susanne Wiegleb hat mit ihrer Protagonistin Chrissie eine etwas andere Heldin, eher eine Antiheldin geschaffen, die erfrischend wenig neugierig ist, der der Anblick von Leichen schwer auf den Magen schlägt und deren Psyche Anzeichen von Bedrohung nur schwer verkraftet. Vorgeschädigt von den Erlebnissen in den vorangegangenen beiden Büchern „Tod am Alpsee“ und „Gewildert“ versucht sie sich aus Allem heraus zu halten, während Karim nur zu gerne weiterforscht. Dieser Kontrast macht die Geschichte über Strecken interessant, wobei die richtige Spannung leider nicht aufkommen will. Es gibt keine überraschenden Wendungen und der vertrauliche Umgang der ermittelnden Polizisten mit Karim und Chrissie ist nicht sehr glaubwürdig. Die Liebe zum Allgäu ist der Autorin in ihren Ortsbeschreibungen anzumerken, sie vermitteln ein gutes Bild der Umgebung. Auf jeden Fall ein Krimi für Liebhaber des Allgäu.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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