Rezension zu Queen of Clouds: Die Wolkentürme von Susanne Gerdom

Susanne Gerdoms „Æthersturm“ Romane finde ich ja wirklich ziemlich klasse, daher war ich auch sehr neugierig auf den neuen Jugendroman der Autorin „Queen of Clouds: Die Wolkentürme“. Und auch wenn mir das Buch nicht 100% gefallen hat, fand ich es trotzdem gut und lesenswert.

Mein Problem war der Einstieg in die Geschichte. Während ich den Schreibstil der Autorin von Anfang an als sehr angenehm zu lesen empfunden habe und Susanne Gerdom es definitiv versteht, mit wenigen Worten eine dichte Atmosphäre zu schaffen, bin ich nicht so recht in die Geschichte hineingekommen, vor allem, weil die Einführung der Protagonisten und das „in die Gänge kommen“ der Handlung sich für meinen Geschmack zu sehr ziehen.

So ist eigentlich schon im zweiten Kapitel klar, worauf die Handlung früher oder später hinauslaufen wird, nämlich die Suche nach Turm 0, bis sich aber erst einmal alle zusammen gefunden haben, die Schluchter und Türmer zu dieser Mission aufbrechen, vergehen gut zwei Drittel des Buchs. Und das ist irgendwie doch recht lang.

Allerdings vergehen diese zwei Drittel ja nicht völlig ungenutzt. Denn auch wenn sich die Einführung der Charaktere für meinen Geschmack zu sehr gezogen hat, sind diese doch durch und durch interessant und gerade ihre Beziehungen unter einander sorgen beim Lesen immer wieder für überraschende Entwicklungen und Wendungen, auch wenn ich mir zur einen oder anderen Figur durchaus noch mehr Details gewünscht hätte.

Besonders gefallen hat mir allerdings die Gesellschaft/Welt, die Susanne Gerdom hier erschafft und  die Gesellschaftskritik, die sie gekonnt darin versteckt. Das alles ist faszinierend, die Welt ist einzigartig und komplex, sehr gut durchdacht und noch besser rübergebracht, sodass man als Leser schnell eintauchen kann.

Insgesamt ist „Queen of Clouds: Die Wolkentürme“ von Susanne Gerdom ein Jugendbuch, mit dem ich Anfangs ein wenig zu kämpfen hatte, das mich im großen ganzen aber doch einmal mehr vom Können und Talent der Autorin überzeugen konnte. Daher eine Empfehlung für alle Fans fantastisch angehauchter YA-Dystopien 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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