Rezension zu Im Land des Feuervogels von Susanna Kearsley

Mit diesem Buch bin ich leider nicht wirklich glücklich geworden. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich hier so gar keine Vorstellung davon hatte, was mich eigentlich erwartet, bin ich mir auch nach dem Lesen nicht so ganz sicher, was ich jetzt von dem Buch halten soll. Der sprichwörtliche Funke ist hier definitiv nur sehr zögerlich übergesprungen.

Das größte Problem war dabei, dass ich den Einstieg ins Buch nur mit Mühe geschafft habe. Es ist einfach schrecklich langatmig. Die Spannung hält sich im gesamten Buch in Grenzen, aber gerade der erste Teil der Geschichte ist stellenweise furchtbar zäh und langsam, sodass ich zwischendurch doch immer wieder abgeschweift bin und dabei dann natürlich auch völlig den Faden und den Überblick über die Figuren verloren habe.

Dass mir Protagonistin Nicola gerade zu Beginn der Geschichte wenig sympathisch war, hat da natürlich sein übriges zu beigetragen. Denn ohne sympathische, interessante Figuren, die einen bei Laune halten, wirkt eine sowieso schon schwergängige Geschichte natürlich noch viel langweiliger. Nach einer Weile ist Nicola jedoch zum Glück wenigstens etwas aufgetaut und die andere Hauptfigur, Anna, fand ich von Anfang an um ein vielfaches sympathischer.

Generell hat mir die Verwebung zweier verschiedener Zeitebenen und zweier Schicksale ausgesprochen gut gefallen, gerade auch deshalb, weil Autorin Susanna Kearsley hier mit dem Feuervogel, einem russischen Märchenmotiv, arbeitet und dies sehr gut umsetzt. Die Faszination dieses Handlungsgeflechts entfaltet sich jedoch nur sehr, sehr langsam und relativ mühselig.

Alles in allem ist die Geschichte hinter „Im Land des Feuervogels“ von Susanna Kearsley eigentlich eine wirklich wunderschöne, nur leider nehmen ihr der schleppende Anfang und der schwierige Einstieg sehr viel von ihrem Zauber. Für mich war es schwierig mich überhaupt erst einmal bis zu dem Punkt durchzukämpfen, an dem die Geschichte zumindest etwas in Fahrt kommt, ich bin aber froh, dass ich durchgehalten habe, denn eigentlich hat es sich durchaus gelohnt. Ein Fan von Frau Kearsley werde ich aber wohl trotzdem nicht werden.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: