Rezension zu Spiel, Kuss und Sieg von Susan Mallery

Okay, das war wohl nichts. Ich gebe zu, Chick Lit wie Susan Mallerys „Fool’s Gold“-Serie ist generell eh nicht wirklich mein Ding, aber nachdem mich die Autorin schon einmal mit „Drei Küsse für Aschenbrödel“ überzeugen konnte, dachte ich mir, vielleicht klappt es mit „Spiel, Kuss und Sieg“ ja nochmal. Das war allerdings nicht der Fall, schade!

Ich konnte mit Protagonistin Taryn einfach so gar nichts anfangen. Genau wie ihr männliches Gegenstück, Angel (warum, oh warum sehe ich nur die ganze Zeit David Boreanaz vor meinem inneren Auge? 😂), hat sie eine schwere Kindheit hinter sich und die muss natürlich im Laufe des Romans aufgearbeitet werden. Und wieder aufgearbeitet werden. Und noch einmal… Dazu kommt, dass Taryn ihre Vergangenheit dadurch kompensiert, dass sie möglichst viel Geld in ihre Outfits steckt, je höher und teurer die High Heels, desto besser – super!

Sie muss allen unter die Nase reiben, dass sie ihre Vergangenheit hinter sich gelassen hat und jetzt vor allem eins ist: perfekt! Ihre Figur ist klasse (wie ja sowieso die jeder Person in Fool’s Gold, wo man gar nicht erst versuchen muss, sich ein Date zu suchen, bevor man nicht 30 Pfund abgenommen hat – WTF?), sie ist wahnsinnig erfolgreich (warum man seine PR-Firma allerdings in einem Kaff wie Fool’s Gold ansiedelt, statt in L.A. zu bleiben, ist mir ein Rätsel) und verdient ein Vermögen, dass sie, wie schon erwähnt, vor allem für Klamotten, Schuhe und Make-up ausgibt.

Mein Fall war sie damit wirklich überhaupt nicht, ich fand sie viel zu oberflächlich, viel zu gekünstelt und enorm anstrengend, da ich ihr nicht einmal die kleinste Gefühlsregung abkaufen konnte. Angel ist theoretisch erträglicher, allerdings ist die Romanze zwischen den beiden so erzwungen, dass das auch keinen Unterschied macht. Die Autorin versucht knisternde, sexy Spannung zwischen ihren Protagonisten zu erzeugen, indem sie Dinge schreibt á la „Es war eh von Anfang an klar, dass wir es miteinander treiben werden“ – überzeugende Gefühle sehen anders aus.

Alles in allem war „Spiel, Kuss und Sieg“ von Susan Mallery wirklich nicht mein Ding, die Protagonistin war mir denkbar unsympathisch und die Romanze einfach nur schrecklich schlecht geschrieben, sodass nicht einmal der Hauch eines Knisterns entstehen konnte – so habe ich das zumindest empfunden. Wer allerdings eingefleischter „Fool’s Gold“-Fan ist, der mag das natürlich ganz anders sehen 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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