Rezension zu Weiße Magie: Vorsicht Stufe! von Steve Hockensmith

In „Weiße Magie mordsgünstig“ hat Alanis den Magieladen ihrer entfremdeten Trickbetrüger-Mutter geerbt und sich bei dem Versuch, Wiedergutmachung an den Opfern ihrer Mutter zu leisten, prompt in Mordermittlungen verstricken lassen. Mit „Weiße Magie: Vorsicht Stufe!“ legt Steve Hockensmith jetzt den zweiten Band seiner Serie vor und erneut schafft Alanis es, sich in einen Mordfall zu verwickeln.

Es hat nur wenige Seiten gedauert, bis ich wieder voll und ganz in die Welt von „Weiße Magie“ abgetaucht war und das, obwohl ich mich an den ersten Roman nur sehr undeutlich erinnern konnte. Aber die skurrilen Charaktere um die ehemalige Trickbetrügerin Alanis ziehen einen einfach schnell in ihren Bann. Dazu kommt dann noch die Sache mit den Tarotkarten, an die Alanis zwar nach wie vor nicht glaubt, die aber trotzdem immer erstaunlich gut zu passen scheinen.

Ich hatte akzeptiert, dass man das Tarot als eine Art psychedelischen Rorschachtest verwenden konnte, aber das hieß nicht, dass man damit die Zukunft voraussagen konnte.

Weiße Magie: Vorsicht Stufe! von Steve Hockensmith, Seite 63

Ich mochte den Roman sehr. Es ist diese Mischung aus geradezu absurd komischen Dingen, die in Alanis Leben passieren, und den vielleicht, vielleicht auch nicht magischen Tarotkarten, die diese Dinge vorhersagen oder umdeuten. Zugegeben, die Charaktere des Romans sind allesamt nur recht oberflächlich gezeichnet, aber mich hat das hier eigentlich nicht gestört, man bekommt auch so ein ausreichendes Gefühl für sie und für das Tempo der Geschichte wären ausgefleischtere Figuren vielleicht gar nicht so gut. Dafür hat man so einen schnellen Roman, der sehr angenehm zu lesen ist, mit jede Menge Humor – nicht selten Galgenhumor.

Auch die Story ist nicht die tiefsinnigste, aber unterhaltsam. Zumindest bis fast ganz zum Schluss, da wurde mir Alanis „Im Trüben Fischen“ dann doch etwas zu sehr in die Länge gezogen, während das Ende dann unerwartet schnell und auch nicht ganz elegant gelöst wurde. Macht aber nichts, Spaß hatte ich trotzdem. Dieses „Tarot-Mystery“ erhebt, genau wie der erste Band, in keinerlei Hinsicht den Anspruch so etwas wie anspruchsvolle Literatur zu sein, sondern ist genau das, wonach es auch aussieht: Humorvolle, schnelle Gute-Laune-Lektüre zum durchschmökern.

Um in diesem Geschäft Erfolg zu haben, muss man eine bestimmte Art Mensch sein […] »Arschlöcher« nennt man sie, glaube ich. Oder »Soziopathen«, wenn man es wissenschaftlicher ausdrücken möchte. In meinem Fall funktionierte auch »Mom«.

Weiße Magie: Vorsicht Stufe! von Steve Hockensmith, Seite 183

Alles in allem ist „Weiße Magie: Vorsicht Stufe!“ eine Fortsetzung, die eben so humorvoll und unterhaltsam ist wie ihr Vorgänger. Klar, es gibt hier und da ein paar Längen, gerade zum Schluss hin, aber trotzdem ist die Story schnell und abwechslungsreich und die Charaktere, so oberflächlich sie vielleicht auch bleiben mögen, sind sympathisch.. Dazu kommen die ausgesprochen skurrilen Ausschnitte aus Mrs. Chances Tarotbuch und fertig ist die Mischung. Von mir gibt es dafür definitiv eine Empfehlung!

Für Fans von…

  • skurrilen Charakteren
  • Cozy Mysteries
  • Tarot

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Habt ihr das Buch gelesen und rezensiert? Dann lasst mir doch einen Kommentar da und ich verlinke eure Rezension hier 😊

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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