Rezension zu Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte von Stephanie Quitterer

Kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes zieht Autorin Stephanie Quitterer zu ihrem Freund in eins dieser gentrifizierten Berliner Viertel, in denen Kinderwagen schiebende Mütter ganz klar zum Feindbild gehören. Als sie dann zwei Monate später selbst Mutter ist, muss sie sich nicht nur damit abfinden, vom 60 Stunden Job aufs Hausfrauendasein umzusteigen, sondern auch damit klar kommen, dass sie nun eine von denen ist, die das Viertel so schrecklich machen. Aber denken wirklich alle so? Und wo sind die anderen Feindbilder im Viertel? Eine Wette mit sich selbst und 200 Kuchen in 200 Tagen bei 200 Nachbarn später hat Stephanie Quitterer den Blick hinter die Kulissen ihres Viertels geworfen.

In „Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“ ist eine Art Zusammenfassung dieses Erlebnisses. Sie berichtet von den schönsten und schrägsten Begegnungen, die sie erlebt hat, von den Vorurteilen, auf die sie gestoßen ist und auch von denen, die sie selbst mit sich herum getragen hat, und auch von ihren Backkünsten, die sich stetig verbessern – immerhin ist es mit einem Rezept, das nur aus TK-Blätterteig und Zucker besteht, nicht allzu weit her, aber anhand der Rezepte, die überall im Buch verteilt sind, merkt man, dass sie sich immer weiter steigert.

Ich muss zugeben, mich hat eigentlich vor allem das Rotkäppchen Cover (es gibt auch ein Wölfchen auf der Rückseite 😉) dazu verleitet, Stephanie Quitterers „Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“zu lesen, aber es konnte mich mit seiner humorvollen Darstellung der Menschen in diesem Viertel und der sympathischen Art der Autorin, die nicht nur die Vorurteile anderer hinterfragt, sondern auch ihre eigenen Annahmen und Denkweisen auf die Probe stellt. Ein wirklich lesenswerter Erfahrungbericht, voller Humor und interessanter Menschen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike (Filia Libri) »

1 Kommentare zu “Rezension zu Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte von Stephanie Quitterer”

  1. Das klingt wirklich interessant, muss ich mir mal genauer anschauen. Solche humorvollen Erfahrungsberichte habe ich bisher viel zu selten gelesen 🙂

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*