Rezension zu Bluttrinker von Stephan R. Bellem

 Stephan R. Bellem - Bluttrinker Add on GoodReads Stephan R. Bellem – Bluttrinker
 
Verlag: Otherworld
Format: Taschenbuch
Seiten: 440
ISBN: 978-3800095155
 
 
[mygenres]  
 
 
 

Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben? Gottgleich zu werden und sich über die anderen zu erheben ‚ im Kampf um die Vorherrschaft auf Kanduras werden vier verschiedene Charaktere alles versuchen, um an ihr Ziel zu gelangen. Vier Schicksale ‚ vier Einblicke in menschliche Abgründe. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, kämpfen sie um ihren Platz in einer Welt, die im Dunkel der Nacht zu versinken droht.

 
 
Buchkritik:
 
Eigentlich klang die Beschreibung ja ganz vielversprechend. Aber leider auch nur eigentlich. Denn von den „Einblicken in menschliche Abgründe“ war weit und breit keine Spur, dazu waren die Charaktere meiner Meinung nach viel zu flach, viel zu oberflächlich und unausgereift. Zwar scheint Bellem durchaus bemüht Konflikte in die Handlung einzubauen und die Charaktere weiterzuentwickeln, aber trotzdem bleiben sie einfach schablonenhaft und austauschbar, der „Bösewicht“ ist so dermaßen gezwungen auf die böse Seite gedrängt, dass es schon fast wehtut und es gab keinen einzigen Charakter, der mich in seinen Bann gezogen hätte und mich irgendwie hätte mitfiebern lassen.
Dazu kommt noch, dass zum Verständnis der Handlung viel, viel mehr Hintergrundwissen nötig zu sein scheint. Und da ich mir sicher bin, dass „Bluttrinker“ nicht Teil einer Serie ist, kann ich nur vermuten, dass man für dieses Hintergrundwissen auch die anderen Romane von Bellem lesen müsste. Und trotz des fehlenden Hintergrundwissens wirkt die Handlung von vorne bis hinten konstruiert, wodurch sie total vorhersehbar ist.
Schade, denn die Idee, die hinter dem Roman steckt, hat wirklich Potenzial nur leider komme ich mit Bellems Stil gar nicht klar, ich konnte mit dem Buch leider nichts anfangen.
 
 
Fazit:
 
Bellem-Fans mögen sich an „Bluttrinker“ versuchen, allen anderen ist wohl eher davon abzuraten.
 
 
Das Cover:
 
Nicht besonders aussagekräftig…
 
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den Otherworld Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Otherworld
 
 
2 Sterne - Geht so
 
 

 
 
Der Autor
 
Stephan R. Bellem wurde 1981 in Heidelberg geboren. Nach dem Abitur schloss er zunächst eine Lehre als Bankkaufmann ab, kehrte der Finanzwelt dann allerdings den Rücken, um Soziologie zu studieren. Zur Schriftstellerei kam er mit dreizehn Jahren – zunächst in Form von kurzen Texten für Rollenspiele oder Kurzgeschichten. Sein Roman „Tharador“ wurde beim Deutschen Phantastik Preis 2008 mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“ ausgezeichnet.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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