Rezension zu Weihnachtsengel küsst man nicht von Sophie Andresky

„Weihnachtsengel küsst man nicht“ ist eine Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln, also ein echtes Adventskalenderbuch. Leider war das auch so ziemlich das einzige, was mich an diesem Buch wirklich begeistert hat, denn ansonsten war es eher durchwachsen.

Die Idee hinter der Geschichte ist ganz nett, doch leider reichen 112 Seiten einfach nicht, um irgendwas daran wirklich auszuarbeiten. So bleiben die Charaktere eher flach und blass, die Szenerie schemenhaft und ungenau und generell wird einfach versucht zuviel Handlung auf zu wenig Seiten zu packen.

Dazu kommt, dass die Autorin der Geschichte eine Märchen-Ebene hinzugefügt hat, die in einem längeren Werk sicherlich toll hätte ausgearbeitet werden können und der Geschichte viel Tiefe und einen ganz besonderen Charme verliehen hätte, auf diesen knapp hundert Seiten aber einfach etwas fehl am Platz wirkt, da die Zeit nicht ausreicht, um die wirkliche Geschichte mit der Märchenebene zu verknüpfen, sodass letztere eher störend als zauberhaft wirkt.

Trotzdem, für zwischendurch, für die kurze Bahnfahrt zur Arbeit oder ähnliches ist die Geschichte ganz niedlich und hat gerade durch die Adventskalender-Aufmachung durchaus Charme.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike (Filia Libri) »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*