Rezension zu Jakobshorn von Silvia Götschi

Kurz vor seinem 75. Geburtstag stirbt der vermögende Immobilienhändler Bartholomäus Cadisch am Jakobshorn oberhalb von Davos. Seine Tochter Allegra, eine Jurastudentin, glaubt nicht an einen Unfall und stellt Nachforschungen an. Sie muss tief in der Familiengeschichte graben und fördert viele unangenehme Dinge ans Licht, die niemandem gefallen, trotzdem gibt sie nicht auf.

Dies ist eindeutig ein Buch für Liebhaber der Schweiz und für die, denen das Schweizer Deutsch geläufig ist. Da sprechen wir offiziell die gleiche Sprache, aber ständig stolpert man über eine ungewohnte Verwendung von Verben oder ungewöhnliche Satzaufbauten . Ich muss zugeben, dass mich das in meinem Lesefluss und –genuss doch häufig irritiert hat. Silvia Götschi hat die ganze Geschichte nur aus der „Ich“ Perspektive von Allegra erzählt, was die übrigen Protagonisten leider nur sehr einseitig beleuchtet und es dem Leser verwehrt, sich eine eigene Meinung zu bilden. Trotzdem baut sich eine kontinuierliche Spannung auf, die zu einem überraschenden Ende führt.
Ein solider Krimi, in den man sich einlesen muss.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

Alle Beiträge von ChristineBorg »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*