Rezension zu Hochverrat von Sebastien de Castell

Ich habe kein Internet… Kein Fernsehen… Der Radioempfang in der Wohnung ist sch***e… Mein Datenvolumen auf dem Handy ist aufgebraucht… Ich fühle mich, als würde ich in meiner eigenen kleinen Seifenblase irgendwo außerhalb von Raum und Zeit schweben, mein Rhythmus ist total hinüber und ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr so viel gelesen wie in den letzten drei Tagen – oder so viele Rezis am Stück geschrieben.

Insofern hat es ja schon etwas Gutes, so von der Außenwelt abgeschnitten zu sein (praktischerweise liegt die halbe Uni mit Erkältung flach, sodass der Großteil meiner Kurse auch noch ausfällt), denn das hier ist schon die vierte Rezi, die ich heute schreibe, was großartig ist, weil ich die letzten Wochen nämlich kaum Lust zum Schreiben hatte und stattdessen nur gelesen habe, sodass ich, wenn ich so weiter mache, noch ganz viele Rezis nachzuholen habe, bis nächsten Montag der Telekom-Techniker vorbei kommt.

Schon heftig, wie abhängig man mittlerweile vom Internet ist, die Vorstellung, bis Montag offline zu sein, ist ziemlich nervig, nicht nur wegen des Bloggens und der fehlenden Unterhaltung, sondern vor allem wegen der Uni. Zum Glück bin ich übers Wochenende bei meinen Eltern, denn das Uni-Wlan reicht zwar, um neue Rezis hochzuladen und zu planen, aber leider nicht, um die Arbeiten, die ich am Theme vornehmen wollte, durchzuführen – man schaue sich nur den Kommentarbereich an *schudder* Von der Suche und dem Download unzähliger Artikel zur Recherche für meine Hausarbeiten ganz zu schweigen…

Aber genug gejammert, kommen wir zur Rezension, denn darum geht es hier ja:

Manchmal, da sollte man sich einfach mal an seine Vorsätze halten… so zum Beispiel bei Sebastien de Castells „Greatcoats“-Reihe. „Blutrecht“, der erste Teil, war zwar nicht schlecht, aber er war einfach nicht mein Fall, sodass ich mir eigentlich vorgenommen hatte, diesen zweiten Teil, „Hochverrat“, nicht mehr zu lesen. Aber natürlich waren alle guten Vorsätze vergessen, als ich das hübsche Cover gesehen habe.

Idiotisch, denn leider konnte ich mit „Hochverrat“ noch weniger anfangen, als mit „Blutrecht“. Das lag vor allem daran, dass es dem Autor in diesem zweiten Teil mehr um den Charakteraufbau geht, das Ganze also recht dialoglastig wird, ich aber nach wie vor nichts mit den Charakteren anfangen kann.

Die Geschichte ist immer noch durchaus nicht schlecht, aber mein Ding ist „Hochverrat“ genau so wenig gewesen wie schon „Blutrecht“ und ab sofort werde ich mich definitiv von Sebastien de Castells „Greatcoat“-Reihe fern halten. Dem geneigten „Mantel und Degen“-Fantasyfan sei von dieser Geschichte aber nicht abgeraten 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Hochverrat von Sebastien de Castell”

  1. Hm, ich glaube, dann werde ich den zweiten Band auch nicht lesen, weil so richtig begeistern konnte mich „Blutrecht“ jetzt auch nicht… Danke für die Rezi und ich hoffe, du hast wieder Internet 😉

    LG

    1. Jawohl, Internet ist wieder voll funktionsfähig und warum ich eine Woche keins hatte, wenn der Techniker nicht mal ins Haus kommen musste, um das Problem zu beheben, ist mir ein Rätsel…

      LG

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