Rezension zu Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens von Sebastian Niedlich

Bei „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich waren es definitiv Cover und Titel, die mich neugierig auf dieses Buch gemacht haben. Ja, man soll Bücher nicht nach ihren Covern beurteilen, aber ganz ehrlich, der erste Eindruck zählt nunmal und wie soll man sonst bei der riesigen Auswahl an Büchern, die einem geboten wird, überhaupt erstmal eine gewisse Vorauswahl treffen? Gerade auch beim Stöbern.

Natürlich weiß ich selbst, dass Cover und Titel in der Mehrzahl der Fälle irreleitend sind und einem das Buch teilweise sogar versauen können, weil man etwas ganz anderes erwartet hätte. Trotzdem kann ich mich nicht davon lösen, dass diese reinen „Äußerlichkeiten“ bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen – vielleicht auch weil ich noch immer die Hoffnung hege, dass sich Autor und Verlage bei der Wahl von Titel und Cover doch auch Gedanken machen und etwas wählen, das wirklich zum Buch passt – so wie bei diesem Titel.

Denn „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ ist eine humorvolle, unterhaltsame und sehr kurzweilige Geschichte. Sie ist nicht übermäßig anspruchsvoll oder tiefgängig, aber das hätte ich bei diesem Cover auch nie erwartet, stattdessen habe ich genau das bekommen, was ich mir gewünscht habe: Eine Erzählung voller Witz und Humor, die in einer klaren und doch fesselnden Art die ziemlich irrwitzige Freundschaft zwischen Martin und dem Tod schildert.

Der Autor versteht es seine Figuren zum Leben zu erwecken, sie wirken dreidimensional und greifbar, als Leser würde man sich am liebsten zu ihnen setzen und bei einer Tasse Tee ihren Geschichten lauschen, die vor Wortwitz und Situationskomik nur so strotzen. Ich habe mich schnell in dieser Geschichte verlieren können und kann Sebastian Niedlichs „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens daher auch nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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