Rezension zu JETZT! Nudeln: Internationale Rezepte von Sebastian Dickhaut

Ob italienische Pasta, schwäbische Spätzle oder asiatische Reis- und Glasnudeln: Nudeln sind nicht nur ein Gericht für jede Gelegenheit, dank ihrer großen Vielfalt bieten sie auch noch eine große Bandbreite an möglichen Zubereitungsarten. Genau das greift Sebastian Dickhaut in seinem Kochbuch „JETZT! Nudeln: Internationale Rezepte“ auf.

Nach einer umfassenden Einführung in die große, weite Welt der Nudeln mit grundlegenden Infos zu verschiedenen Nudelformen und -sorten und zur Zubereitung, folgen die in fünf Kategorien unterteilten Rezepte: Nudeln pur, Nudeln mit viel Sauce, Nudeln aus der Pfanne, Nudeln aus dem Ofen und Nudeln in Salaten und Suppen. Unter der Überschrift „Speisekammer“ folgt dann noch eine Art bebildertes Nudellexikon mit über 70 Nudelsorten und passenden Rezepthinweisen.

Ob Spätzle mit Linsen, Milchnudeln mit Traubenkompott, Bami Goreng oder klassische Lasange, es gibt wirklich für jeden Geschmack das passende Rezept, auch wenn manches für den deutschen Gaumen auf den ersten Blick vielleicht seltsam scheint – solange man Nudeln mag, ist wirklich für jeden was dabei und vieles, was erstmal komisch klingt, schmeckt überraschend gut. Jedes Rezept hat unter dem Titel eine „Kurzversion“, die meiner Meinung nach aber eher eine Zusammenfassung oder ein etwas ausgedehnter Untertitel sind, und eine Langversion, die – wie man es gewöhnt ist – Schritt für Schritt die Zubereitung des Gerichts erklärt.

Zwischen den ganzen Gerichten finden sich immer wieder Abschnitte mit der Überschrift „Probier’s mal“, in denen gezeigt wird, wie man verschiedene Nudelsorten selbst herstellen kann – super, um seine Gäste mal so richtig zu beeindrucken oder wenn man mal ausgedehnt experimentieren will, die Rezepte lassen sich aber auch alle mit fertigen Nudeln aus dem Supermarkt zubereiten, wenn einem die Zeit zum Selbermachen fehlt.

Mein größter Minuspunkt für dieses Buch ist die Tatsache, dass es nicht zu jedem Rezept Fotos gibt, denn meist sind es vor allem die Fotos, die mir Lust darauf machen, ein Rezept auszuprobieren. So gibt es nur zu jedem zweiten oder dritten Gericht Bilder, die sind dafür wirklich ausgesprochen hübsch anzusehen – und das Auge isst schließlich mit. Allerdings lässt sich das Kochbuch auch sonst vom Design her nicht lumpen, die sehr übersichtlich gegliederten Rezepte sehen noch dazu gut aus, die schon erwähnten „Kurzversionen“ zeigen auf einen Blick, was reinkommt und unter „Jetzt noch was!“ finden sich auf vielen Seiten zusätzliche Tipps und Tricks zu den Rezepten.

Die Rezepte, die ich bislang ausprobiert habe, sind allesamt sehr gut gelungen, auch die Sachen, die auf den ersten Blick komplizierter aussehen, lassen sich dank der Schritt-für-Schritt-Anleitungen gut umsetzen – zumindest wenn man erstmal das Rezept in Ruhe liest – und ich habe dadurch ein paar ganz neue Nudelgerichte kennen gelernt, von denen zwar nicht alle zu 100% meinen Geschmack getroffen haben, ein paar sind dafür heiße Kandidaten für meine Liste von Lieblingsgerichten.

Alles in allem ist Sebastian Dickhauts „JETZT! Nudeln: Internationale Rezepte“ für mich ein Volltreffer gewesen. Als Nudelfan findet man hier reichlich neue Kreationen und auch allbekannte Klassiker, allesamt mit nachvollziehbaren Kochanleitungen, sowie allerlei Interessantes rund um Nudeln in allen Variationen – definitiv empfehlenswert!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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