Rezension zu Afterworlds: Die Welten zwischen uns von Scott Westerfeld

Oh weia, mit diesem Buch habe ich mir wirklich, wirklich schwer getan. Als ich vor Jahren Scott Westerfelds „Uglies“ Serie gelesen habe – oh Gott, ich habe gerade mal nachgeschaut, der erste Teil der Serie ist vor zehn Jahren erschienen :O -, war ich hellauf begeistert, ich habe die Bücher geliebt, zumindest „Uglies“, „Pretties“ und „Specials“, „Extras“ war leider nicht mehr ganz so gut, aber auch die „Peeps“-Bücher haben mir ziemlich gut gefallen. Jedenfalls war ich total gespannt auf „Afterworlds: Die Welten zwischen uns“, konnte dann aber irgendwie einfach nichts mit dem Buch anfangen.

Eigentlich enthält dieser Roman ja zwei Geschichten in einem, einmal die Rahmenhandlung, in der die 17-jährige Darcy das goldene Los zieht und ihren ersten Romaentwurf sofort mit großem Erfolg veröffentlicht bekommt, und die Binnenhandlung, die Handlung innerhalb eben dieses Romans, in der die junge Lizzy auf ihren Seelenführer Yamaraj trifft. Beide Geschichten waren überhaupt nicht mein Fall, ganz egal was ich mir davon erhofft hatte, es hat einfach nicht klappen wollen.

Das lag nicht zuletzt daran, dass beide Storys unglaublich klischeehaft waren, sie sind gefüllt mit so ziemlich jedem Klischee, das Young Adult Romane so zu bieten haben. Ich bin mir nicht sicher, ob das ganze eine Parodie sein sollte, aber Teil der Handlung selbst ist, dass Darcy von anderen ‚echten‘ Autoren kritisiert wird, weil ihre Geschichte von Lizzy einfach so klischeehaft ist.

Und Darcys eigene Geschichte ist nicht wirklich besser, Instantliebe ist da noch eins der kleineren Probleme. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das ganze Publishingbusiness so funktioniert, wie es hier dargestellt wird. Und dazu kommt eben noch die Tatsache, dass Darcy einfach dumm ist. Die ganze Aktion, in der sie nach NYC abhaut, um eine große Autorin zu werden ist schlicht und ergreifend lächerlich.

Normalerweise pflücke ich Bücher, die mir nicht gefallen haben, ja mit großer Freude und Liebe zum Detail auseinander, aber Scott Westerfelds „Afterworlds: Die Welten zwischen uns“ war einfach insgesamt so unsinnig, dass es gar keinen Spaß macht. Der Roman war für mich einfach eine einzige Enttäuschung, sehr, sehr schade! Eine Empfehlung gibt es hierfür definitiv nicht… 🙁

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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