Rezension zu Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond von Sarah Blakley-Cartwright

Buchkritik:

In einem kleinen, mittelalterlich angehauchten Dorf namens Haggerdorn irgendwo im Wald lebt die 17jährige Valerie mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrer älteren Schwester Lucie. Wie jeder im Dorf weiß Valerie, was es bedeutet, sich in Vollmondnächten draußen aufzuhalten: Den Tod. Doch sie weiß es sogar noch etwas besser, ist sie als Kind doch IHM bereits einmal begegnet: Dem Wolf. Normalerweise gibt sich der Wolf Monat für Monat mit einem Tieropfer zufrieden. Doch dann färbt sich der Mond Blutrot und Valeries Schwester Lucie wird in der Nacht nach Vollmond ermordet. Und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen…
Leider, leider, leider leidet die deutsche Übersetzung des Romans an haargenau dem selben Problem, wie das Original: Das letzte Kapitel fehlt!
Wie auch im Original enthält das Buch lediglich 29 Kapitel und während man das originale 30. Kapitel, in dem alle (oder zumindest fast alle) der zigtausend unbeantworteten Fragen, einschließlich der Identität das Werwolfs, aufgeklärt werden, auf der offiziellen Homepage des Buchs findet und nachlesen kann, bin ich noch nicht fündig geworden, was eine deutsche Übersetzung des Kapitels angeht.
Ansonsten muss ich aber sagen, dass sich die deutsche Ausgabe von “Red Riding Hood” tatsächlich etwas besser lesen lies als das Original, da hat der Übersetzer einen wirklich guten Job geleistet. Trotzdem merkt man dem Buch nach wie vor an, dass es auf einem Drehbuch basiert und an den teilweise irritierenden und sich wiederholenden “Wer ist bloß der große böse Wolf”-Sequenzen, während derer Valerie sich in ihre Vermutungen hineinsteigert, nur um sie dann wieder zu verwerfen, hat sich natürlich auch nichts geändert.

Fazit:

Eine nette Rotkäppchen-Neuauflage, deren Potenzial nicht voll ausgenutzt wurde und die den Leser auf miese Weise am Ende des Buchs im Leeren hängen lässt.

Das Cover:

Naja, was soll man dazu sagen? Das Buch basiert auf einem Drehbuch und passend dazu wurde das Filmplakat zum Buchcover abgewandelt… Nicht allzu kreativ, nicht allzu hübsch, aber okay.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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3 Kommentare zu “Rezension zu Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond von Sarah Blakley-Cartwright”

  1. Ich hab das Buch auch gelesen, vor allem, weil mir der Film auch ganz gut gefallen hat. Das Buch fand ich auch ganz nett, die Idee der Geschichte ist ja auch klasse, aber irgendwie hat mich das Buch nicht überzeugt. Das mit dem Endkapitel fand ich echt mies. Ich hab mir es zwar ausgedruckt und ins Buch gelebt, aber es ist nicht das selbe.

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