Rezension zu Mein zauberhafter Garten von Sarah Addison Allen

Nachdem ich vor einer Weile „Die Mondscheinbäckerin“ von Sarah Addison Allen gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen, was die Autorin sonst noch so schreibt. Da die Autorin noch nicht allzu viel veröffentlicht hat und es bislang nur noch ein weiteres Buch von ihr auf Deutsch gibt, fiel die Auswahl natürlich nicht schwer und so landete „Mein zauberhafter Garten“ in meinem Regal.

Und unglücklicherweise hat das zu einem ernsthaften Problem geführt: Ich will mehr. Denn nachdem „Die Mondscheinbäckerin“ mich schon verzaubert hat, hat mich „Mein zauberhafter Garten“ davon überzeugt, dass Sarah Addison Allen ganz allgemein eine grandiose Autorin ist, von der ich gerne mehr lesen möchte. Das geht nur dummerweise erst im Januar, wenn „Das Wunder des Pfirsichgartens“ erscheint. Aber nun zu diesem Buch hier.

Es gibt einige Parallelen zu „Die Mondscheinbäckerin“, bestimmte Themen und Elemente tauchen auch hier auf. Dazu gehört zum einen, dass die Figuren in Sarah Addison Allens Romanen meist auf die eine oder andere Art die Last ihrer Vorfahren tragen müssen – Traditionen, Vorurteile, Familienerwartungen und alte Fehler. Zum anderen gibt es auch in „Mein zauberhafter Garten“ wieder diese herrlich feine Magie, die die Autorin perfekt in ihre Geschichte einwebt und die sich hervorragend in diese Welt einfügt, ohne dabei zu aufdringlich zu werden.

Deshalb ist der Ausdruck „zauberhafte Kräfte“ in der Inhaltsangabe auch nicht wirklich passend, denn die Waverly Frauen sind keine Hexen. Sie besitzen viel mehr jede eine ganz eigene, ungewöhnliche Gabe, so wie Claire in der Lage ist, mit Blumen, Blüten, Blättern und Kräutern ganz besondere Essen zu kreieren, die Einfluss auf die Stimmung haben können oder ihre Cousine Evanelle immer wieder den Drang verspürt, Menschen Dinge zu schenken, die diese dann kurz drauf brauchen werden.

Die Figuren sind dementsprechend auch alle etwas ganz besonderes, sie haben alle ihre Schrullen und Macken und meist auch irgendwelche nicht ganz vorteilhafte Angewohnheiten, die es zu überwinden gilt oder eine dunkle Vergangenheit, die hinter sich gelassen werden muss. Sarah Addison Allen verpasst jeder einzelnen ihrer Figuren eine vielschichtige, lebensnahe Persönlichkeit, die der Geschichte etwas sehr glaubhaftes gibt und es einem leicht macht, in diese Welt einzutauchen, in der hinter jeder Ecke ein Hauch Magie zu warten scheint.

Alles in allem hat mir „Mein zauberhafter Garten“ wie bereits gesagt wirklich sehr gut gefallen und ich kann das Buch nur allen empfehlen, die humorvolle und bittersüße Liebesromane mit einem zauberhaften Hauch mögen. Ich jedenfalls warte jetzt sehnsüchtig auf „Das Wunder des Pfirsichgartens“ und hoffe, dass es dann auch in absehbarer Zukunft Sarah Addison Allens Romane „The Sugar Queen“ und „Lost Lake“ (das allerdings erst im Januar im Original erscheint) auf Deutsch gibt.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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