Rezension zu Die Mondscheinbäckerin von Sarah Addison Allen

Mit „Die Mondscheinbäckerin“ hat Autorin Sarah Addison Allen einen kurzweiligen, romanitschen und zauberhaften Roman geschaffen, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.

Mullaby, die kleine Stadt, in der die Geschichte spielt, hat etwas im wahrsten Sinne des Wortes Magisches. Doch die junge Emily, die nach dem Tod ihrer Mutter in deren ehemalige Heimatstadt zieht, um bei ihrem Großvater zu leben, erwartet hier erst einmal etwas ganz anderes, nämlich eine unerwartete Ablehnung und die Frage, warum ihre Mutter ihr nie etwas über Mullaby erzählt hat. Es dauert nicht lange, bis sich die 17-Jährige daran macht den Geheimnissen der Stadt auf den Grund zu gehen.

Aber auch die Geschichte von Julia, Emilys neuer Nachbarin, wird in diesem Buch erzählt. Eigentlich wollte Julia nie zurück nach Mullaby, doch nach dem Tod ihres Vaters übernimmt sie dessen Lokal – für zwei Jahre, bevor sie mit seinem Verkauf genug Gewinn machen kann, um ihre eigene Bäckerei zu eröffnen, so lautet zumindest ihr Plan. Doch kann sie nicht verhindern, dass die Vergangenheit, die sie eigentlich für immer in Mullaby zurücklassen wollte, sie wieder einholt – was nicht zuletzt daran liegt, dass sie ihre Nächte stehts damit verbringt Kuchen zu backen. Kuchen, der geliebte und verlorene Menschen zurück bringen soll.

Was mir an „Die Mondscheinbäckerin“ so viel Freude gemacht hat, war vor allem dieser Hauch von Magie, der im Buch zwar immer vorhanden ist, aber sich bei weitem nicht so in den Vordergrund drängt, wie in „normalen“ Urban Fantasy Romanen oder ähnlichem. So gibt es zwar definitiv Fantasyelemente und die sind auch durchaus offensichtlich Fantasy, aber sie sind gleichzeitig trotzdem angenehm dezent und zurückhalten in die Geschichte eingewoben.

In Verbindung mit der schlichten und klaren Sprache der Autorin und den von ihr liebevol geschaffenenl und mit vielen, oftmals unerwarteten kleinen Macken und Eigenheiten ausgestatteten Charakteren, die allesamt durch die Individualtiät und ihre ganz eigene Stimme bestechen, entwickelt die Geschichte daher schon nach wenigen Seiten einen ganz eigenen Zauber, der einen beim Lesen förmlich an die Seiten fesselt und bis zum Ende nicht los lässt.

„Die Mondscheinbäckerin“ ist eine Geschichte vom Verlieren und Finden geliebter Personen, vom Glück und Schmerz der Liebe und davon, dass man manchmal einfach mit Traditionen brechen und Pläne über den Haufen werfen muss, um das Glück genau dort zu finden, wo man es am wenigsten erwartet hätte.

Alles in allem bin ich wirklich restlos begeistert von dieser herrlichen, bittersüßen und einfach magischen Lektüre und ab sofort ein großer Fan der Autorin. Daher eine extra dicke Empfehlung für Sarah Addison Allens zauberhaften Roman „Die Mondscheinbäckerin“.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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