Rezension zu XY von Sandro Veronesi

Buchkritik:

San Giuda ist ein winziges Dorf weit ab jeglicher Zivilisation, es gibt kein Internet, kein Fernsehen oder Radio und auch kein Handyempfang. In der Nähe des verschneiten Dorfs werden die Leichen von elf Touristen gefunden, elf Leichen, die an elf unterschiedlichen Todesursachen gestorben sind. Die Staatsanwaltschaft gibt es schnell auf nach der Ursache für die Tode zu suchen, fälscht die Obduktionen der Opfer und versucht das ganze Geschehen unter den Teppich zu kehren. Erst der Priester Don Ermete und die Psychologin Giovanna machen sich daran das Rätsel hinter dieser Tragödie zu lösen. In zwei parallelen Erzählsträngen begleitet der Leser sie bei ihren Ermittlungen auf einer philosophischen Reise an den Rand der menschlichen Psyche.
„XY“ ist kein Krimi, soviel sollte einem vor dem Lesen klar sein, denn bei „XY“ handelt es sich vielmehr um ein Psychodrama, allerdings in meinen Augen um kein besonders gutes. Es ist sicherlich Geschmackssache, ob einem Sandro Veronesis Auslegungen der Geschehnisse gefallen oder nicht. Mir haben sie leider nicht gefallen, da die Handlung auf mir doch sehr konstruiert gewirkt hat. In meinen Augen hat gerade die psychologische Seite des Buchs sehr viel pseudowissenschaftliches und fragwürdiges, was dem Buch leider gar nicht gut tut.
Kombiniert man das mit den Rechtschreibfehlern, der fragwürdigen Satzstellung, einem ganzen Haufen nervtötender Wortwiederholungen und dem bestenfalls als „unbefriedigend“ zu bezeichnenden Ende, hat man ein Buch, das ganz nach dem Motto „Außen hui, innen pfui“ funktioniert.

Fazit:

Die Inhaltsangabe liest sich zwar erstmal wirklich vielversprechend, dabei bleibt es dann aber leider auch, den der Rest des Buchs kann beim besten Willen nicht halten, was die Inhaltsangabe verspricht.

Das Cover:

Da ich leider über die ganzen 380 Seiten hinweg nicht herausfinden konnte, was es eigentlich mit dem Titel „XY“ auf sich hat, da diese Buchstaben überhaupt nicht im Buch vorkommen, kann ich auch mit dem Cover nicht allzu viel anfangen. Auch wenn es eine gewisse Stimmung ausdrückt, ist mir leider nicht ganz klar, was es mit dem Inhalt des Buchs zu tun hat.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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