Rezension zu Kitty Kathstone von Sandra Öhl

Ein Buch geschrieben von einem Hund? Mit einer Geschichte, die so klingt, als würde sie jedes Fantasyelement in sich vereinen, das ich mir erträumen könnte? Klingt ja wirklich vielversprechend und dementsprechend gespannt war ich dann auch auf Sandra Öhls – bzw. Sir Larry Oehls – Serienauftakt „Kitty Kathstone“.

Und es fing auch alles wirklich vielversprechend an als Protagonistin Kitty an ihrem 15. Geburtstag erfährt, dass ihre Familie seit Generationen ein Geheimnis hütet und sie nicht ganz so normal ist, wie gedacht: Kitty ist eine Werkatze. Also geht es auf in eine Welt voller Mythen und Magie und zu einer neuen Schule, auf der der Teenager lernen soll, seine magischen Fähigkeiten zu kontrollieren und ein Guardian zu werden.

Die Autorin packt dabei so ziemlich alles in ihre Welt, was Fantasy und Mythologie so an seltsamen Gestalten zu bieten haben und die Mischung gelingt ihr an sich auch wirklich gut. Aber leider machen sich ganz schnell zwei große Schwächen des Romans bemerkbar: Die Protagonistin selbst und das offenbar völlig abwesende Korrektorat.

Kitty zum einen ist einfach nervig. Ja, sie ist ein pubertärer Teenager, aber das ist gar nicht so sehr der Part, der mich genervt hat, im Gegenteil, denn statt zu rebellieren und Grenzen auszutesten, nimmt sie ihre neue Situation einfach hin. Sie stellt keine Fragen, sie sträubt sich nicht und ich als Leser konnte dieses Verhalten einfach absolut nicht nachvollziehen, es wirkte völlig unrealistisch.

Nimmt man dazu noch die Tatsache, dass dieser Roman vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt und man quasi keine Seite lesen kann, ohne über irgendwelche wirklich dummen Fehler zu stolpern, dann nimmt das der eigentlich wirklich guten Geschichte doch sehr, sehr viel von ihrem Potential. Klar, in fast jedes Buch schleicht sich mal der eine oder andere Fehler, der übersehen wurde, aber hier haben sich die Fehler wirklich gehäuft.

Alles in allem fand ich „Kitty Kathstone“ von Sandra Öhl von der Idee her und auch von der Geschichte selbst wirklich sehr, sehr gut, konnte aber mit der Protagonistin leider nicht wirklich etwas anfangen und war schon nach den ersten Kapiteln wirklich genervt von den Massen an Rechtschreib- und Grammatikfehlern, die man doch eigentlich mit einem einfachen Korrektorat hätte ausmerzen können. Schade! Wirklich sehr, sehr schade, aber vielleicht wird es im zweiten Band ja besser?

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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