Rezension zu Flammenmädchen von Samantha Young

Obwohl Samantha Young eine ziemlich vielseitige Autorin ist, die bereits eine ganze Menge von Büchern veröffentlicht hat, ist „Flammenmädchen“ das erste, was ich von ihr gelesen habe. Und es hat mir – trotz Dreiecksbeziehung – wirklich ausgesprochen gut gefallen, sowohl inhaltlich als auch stylistisch.

Youngs Schreibstil fand ich sehr angenehm zu lesen, locker und leicht und dabei doch sehr gut in der Lage die Spannung der Geschichte rüber zu bringen. Das sorgt dafür, dass mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen ist, ich schnell in der Erzählung drin war und die phantastische Geschichte voll und ganz genießen konnte.

Die Figuren in „Flammenmädchen“ sind so lala… Besonders viele gibt es nicht und trotzdem entwickelen auch die, die hier eine zentrale Rolle einnehmen, nur sehr wenig Tiefe, was irgendwie schade ist, aber im ersten Band einer Serie noch zu verkraften. Trotzdem, für die Folgebände muss hier eindeutig mehr her.

Denn so gab es immer wieder Dinge, die mir zu schnell gingen, bei denen meiner Meinung nach die nötige Motivation der Figuren nicht richtig erkennbar war, so zum Beispiel Aris schnelle Akzeptanz der ganzen Dschinn-Geschichte. Gleichzeitig gab es aber auch Dinge, wie ihr Festhalten an Charlie, die ich durchaus authentisch fand.

Dabei war es genau die Dschinn-Geschichte, die dieses Buch so wahnsinnig faszinierend macht. Natürlich ist Young nicht die erste, die Werwölfen, Vampiren oder Feen Dschinn als die phantastischen Gestalten ihrer Wahl in ihr Urban Fantasy Jugendbuch einbaut. Aber ich finde, sie nutzt hier das Potenzial der Idee wirklich sehr gut aus und vor allem stehen in „Flammenmädchen“ wirklich die Dschinn und nicht irgendein Teenage-Drama oder das „Beziehungsdreieck“ im Mittelpunkt der Geschichte.

Ein sehr vielversprechender Serienauftakt zu einem tollen Thema und die Dschinn, deren Welt Samantha Young hier in schillernden Farben zum Leben erweckt, trösten über so manche Schwäche hinweg, die in den kommenden Bänden hoffentlich noch behoben wird.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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