Rezension zu Die Träumerin von Samantha Shannon

Mit „Die Träumerin“ ist der erste Teil der bereits jetzt hochgelobten „The Bone Season“-Serie der jungen britischen Autorin Samantha Shannon auch auf Deutsch erschienen. Und nach der Lektüre dieses Buchs muss ich sagen, dass ich durchaus verstehen kann, warum so ein Hype um dieses Buch betrieben wird.Die Welt, in die Shannon ihre Leser in dieser Serie entführt, ist unserer erstaunlich ähnlich und doch gänzlich anders. Denn bei dieser Welt handelt es sich um eine Art Parallelwelt, in der die Geschichte jedoch 1859 eine ganz entscheidende Wendung nimmt.

Dadurch ergeben sich zwar viele Ähnlichkeiten und auf den ersten Blick, wirkt diese Welt erstaunlich vertraut, doch eigentlich hat sie kaum noch etwas mit unserer gemeinsam und ich denke, gerade das war es, was mir den Einstieg in die Geschichte anfangs recht schwer gemacht hat.

Denn die Autorin versucht diese Unterschiede möglichst schnell für den Leser deutlich und verständlich zu machen, indem sie so viele Informationen wie irgendwie möglich in die ersten Kapitel packt. Und das macht die ganze Sache irgendwie doch ein wenig trocken und trotz ergänzender Materialien wie Karte und Glossar etwas nervig und unübersichtlich.

Nachdem ich mich allerdings durch den anfangs etwas zähen Handlungsfluss gekämpft hatte, hat mich das Buch schnell voll und ganz in seinen Bann gezogen. Denn nicht nur die Welt, in die die Autorin ihre Leser hier entführt, ist absolut faszinierend, auch die Charaktere sind vielschichtig und komplex und die Handlung ist durchgehend spannend und steckt voller Überraschungen und Wendungen.

Was meiner Meinung nach auch ein absolutes Muss für diesen Serienauftakt ist, denn wie die Harry Potter Bücher von J.K. Rowling, mit der Samantha Shannon im übrigen anscheinend gerne verglichen wird, soll „The Bone Season“ insgesamt sieben Bände umfassen – anhaltende Spannung und Charaktere, die nicht bereits nach einem Band völlig durchschaubar sind, sind daher unverzichtbar.

Alles in allem hat mir „The Bone Season: Die Träumerin“ ausgesprochen gut gefallen und ich kann die Serie nur allen Fantasy-Fans empfehlen. Allerdings ist sie in meinen Augen nicht wirklich mit Harry Potter vergleichbar, denn „The Bone Season“ ist deutlich düsterer und ernster (und in meinen Augen auch besser).

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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