Rezension zu HALF BAD: Das Dunkle in mir von Sally Green

Mit „Half Bad: Das Dunkle in mir“ hat Autorin Sally Green einen packenden und außergewöhnlichen Jugendroman geschaffen, der mich schon nach wenigen Seiten voll und ganz in seinen Bann gezogen hat. Schuld daran war, neben der originellen Idee, vor allem die ungewohnte Erzählstruktur.

Denn Green erzählt diese Geschichte nur zu Teilen in gewohnten, einheitlichen und chronologischen Strukturen, gerade zu Beginn ist die Erzählung gänzlich ungewohnt aufgebaut, passt aber ganz hervorragend zum Inhalt.

Und dieser Inhalt hat es durchaus in sich. Denn Autorin Sally Green scheut nicht davor zurück die Welt, die sie geschaffen hat, in all ihrer Härte darzustellen, sodass Gewalt und Brutalität genau so wie Psychoterror durchaus immer wieder eine Rolle spielen. Allerdings ist es der Autorin hier sehr gut gelungen, nicht ins Geschmacklose abzudriften. So ist die Geschichte zwar hart, aber nicht unnötig blutrünstig, sondern vor allem autenthisch.

Autenthisch waren auch die Charaktere, vor allem natürlich Protagonist Nathan. Dieser ist kein Alleskönner, keiner dieser Helden, die vor allem durch Aussehen und völlig unverdientes Talent glänzen, ansonsten aber völlig hohl zu sein scheinen. Stattdessen ist er durchaus voller Fehler, vor allem aber verfügt er über eine gewisse Inteligenz, seine Gedanken und Taten waren meiner Meinung nach immer gut nachvollziehbar, da er selbst auch durch und durch sympathisch ist.

Auch hier schlägt sich die achronologische und ungewöhnliche Erzählweise nieder, denn so lernt der Leser Nathan in verschiedenen, durcheinander geworfenen „Entwicklungsstadien“ kennen. Durch diese Darstellung entstand für mich eine große Spannung, da die einzelnen Nathans erst nur wenig gemein haben und man neugierig ist, welche Entwicklungen zu dieser Veränderung geführt haben.

Überhaupt fand ich „HALF BAD: Das Dunkle in mir“ wahnsinnig spannend, nicht nur die Handlung selbst, auch die ganze Welt, die Green hier geschaffen hat, hat mich schnell in ihren Bann gezogen und gemeinsam mit den facettenreichen, realistischen Charakteren entsteht hier eine atmosphärisch dichte, fesselnde Geschichte.

Daher gibt es auch eine dicke Empfehlung für Sally Greens „HALF BAD: Das Dunkle in mir“ für alle Fans von dystopisch angehauchten, ziemlich düsteren Urban Fantasy Romanen 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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