Rezension zu Der Zorn der Kommissarin von Sabine Trinkaus

Nach den beiden Krimis „Schnapsleiche“ und „Schnapsdrosseln“ von Sabine Trinkaus war ich auf amüsante Lektüre eingestellt, was sich leider nicht erfüllt hat. Der „Zorn der Kommissarin“ spielt zwar auch in Bonn hat aber vollkommen neue Akteure. Hier haben wir in der Hauptfigur Kommissarin Ruth Veritzky, die viele Selbstzweifel mit sich herum trägt, die auch ihre Arbeit stark beeinflussen, ihren Kollegen Brodtmann, der Probleme damit hat, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen und so viele andere Personen, die immer wieder nur in kurzen Sequenzen auftauchen, dass es sehr schwer ist, sie auseinander zu halten.

Fünf Personen sterben kurz nacheinander, wobei zunächst nicht klar ist, ob es sich um Mord, Suizid oder einen Unfall handelt. Auch kann erst mal keine Verbindung zwischen ihnen hergestellt werden.

So geht es lange Zeit hin und her, die Kommissare stochern im Nebel, jeder arbeitet für sich alleine und die Geschichte kommt für mein Gefühl nicht richtig in Fluss. Erst im letzten Drittel erahnt man als Leser einen Teil der Zusammenhänge und es kommt Spannung auf.

Ich fand dieses Buch sehr anstrengend zu lesen, weil mir die einzelnen Akteure lange nicht vertraut wurden und ich ständig zurückblättern musste, um meine Erinnerung auf zu frischen.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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