Rezension zu Die Vollpfostenmasche von Ria Klug

Zwei ungleiche Partner finden sich per Zufall zusammen. Der gesetzestreue Verwaltungsangestellte Torsten Hantsch und der etwas heruntergekommene Wartungsdienstmitarbeiter Petter Jensen. Hantsch befindet sich im Urlaub auf der Insel Amrum und stolpert bei einem Morgenspaziergang am Strand über einen äußerlich unversehrten Feuerlöscher. Jensen soll feststellen, ob er noch funktionstüchtig ist und findet im Löscher weißes Pulver, was an sich nicht ungewöhnlich wäre, wäre das Pulver nicht in lauter kleine Tütchen eingeschweißt. Jensen hat sofort die Idee mit dem Koks sein Konto zu sanieren, hat aber nicht mit dem Widerstand von Hantsch gerechnet, der sofort die Polizei informieren will. Bevor die Beiden sich allerdings einigen können, taucht die Eigentümerin des Löschers auf und die Zwei geraten in einen unaufhaltsamen Strudel von sich überschlagenden Ereignissen.

Ria Klug hat hier zwei sehr schräge Typen geschaffen, die unterschiedlich nicht sein können. Den Verwaltungsangestellten Torsten Hantsch, der stets nach den vorgegebenen Regeln lebt und sich noch nicht ganz von seiner kürzlich vertorbenen Mutter gelöst hat und der von der Hand in den Mund lebende Petter Jensen, der hauptsächlich an seinen persönlichen Vorteil denkt. Hätten sie im „normalen“ Leben nie ein Wort miteinander gewechselt, so sind sie plötzlich durch die Umstände aneinander gebunden und müssen sich zusammenraufen, was mit viel gegenseitigem Misstrauen und vielen Missverständnissen einhergeht. Ein nicht ganz ernst zu nehmender Krimi mit viel schrägem Humor, der mit einem überraschenden Ende aufwartet.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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