Rezension zu Nymphs: Verführerischer Vollmond von Sari Luhtanen & Miikko Oikkonen

„Nymphs: Verführerischer Vollmond“ der beiden finnischen Autoren Sari Luhtanen und Miikko Oikkonen ist ein Buch, dem man meiner Meinung nach relativ schnell anmerkt, dass es nicht etwa die Vorlage für die gleichnamige Serie ist, sondern auf dieser basiert. Ganz ähnlich wie bei Sarah Blakley-Cartwrights „Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond“ ist es ziemlich eindeutig, dass der Geschichte ein Drehbuch zugrunde liegt.

Die Idee hinter der Story ist wirklich gut. Weißt aber deutliche Mängel auf. Einmal abgesehen davon, dass es nicht annähernd so erotisch zu geht, wie man anhand der Inhaltsangabe und auch des Covers vielleicht denken mag – immerhin handelt es sich hier eindeutig um einen Jugendroman und auch wenn Sex ein zentrales, sehr präsentes Thema ist, ist es dementsprechend „keusch“ behandelt – weißt der Roman auch sonst einige Mängel in der Umsetzung auf.

So waren es vor allem die massigen Charakter-/Szenen-/Zeitwechsel, die mir zu schaffen gemacht haben, denn während so etwas filmisch sicherlich gut und ohne größere Verwirrung umzusetzen ist, war es beim Lesen eher verwirrend und störend, da ich nicht immer jeden Wechsel auf Anhieb zuordnen konnte – dadurch wird die Geschichte stellenweise recht konfus.

Auch mit den Figuren selbst hatte ich durchaus so meine Probleme. Sie waren an sich nicht schlecht, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Autoren es geschafft haben, ihre Gefühle und Gedanken so wirklich herüber zu bringen. So waren die Charaktere mir zwar nicht direkt unsympathisch, aber eine rechte Verbindung konnte ich zu ihnen auch nicht aufbauen.

Aber auch wenn die Umsetzung nicht so wirklich gelungen ist, die Geschichte selbst ist überaus spannend und ich werde mir sicherlich sowohl Band 1.2 „Nymphs: Tödliche Liebe“ als auch die Serie „Nymphs“ demnächst zu Gemüte führen. Denn trotz allem konnte mich die Handlung durchaus fesseln und wird gerade zum Ende hin wirklich spannend. Allerdings denke ich, wird man mit der TV-Serie wohl besser bedient sein als mit den Büchern.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: