Rezension zu LÚM: Zwei wie Licht und Dunkel von Eva Siegmund

Mit „LÚM: Zwei wie Licht und Dunkel“ legt Autorin Eva Siegmund ein wirklich interessantes und vielversprechendes Debüt vor. Sicher, der Roman ist nicht ohne Schwächen, aber im Großen und Ganzen konnte mich Eva Siegmund damit doch überzeugen.

Der Einstieg in diesen Roman ist mir zugegebenermaßen erst einmal etwas schwer gefallen, denn es hat einige Seiten gedauert, bis ich mich mit dem Schreibstil der Autorin angefreundet und mich eingelesen hatte. Nach den ersten paar Kapiteln hatte ich mich jedoch damit angefreundet und konnte mich voll und ganz auf diese großartige Geschichte einlassen.

Denn hinter „LÚM: Zwei wie Licht und Dunkel“ verbirgt sich eine erstaunlich phantastisch angehauchte dystopische Version, in der die Welt nach dem dritten Weltkrieg mit unserer kaum noch etwas gemein hat und in der die Leben von Meleike und Flynn, so unterschiedlich sie auch erstmal scheinen, untrennbar mit einander verknüpft sind.

Die Autorin versteht es dabei ganz vorzüglich von Anfang an für große Spannung zu sorgen. So hat man als Leser schnell massenweise Fragezeichen im Kopf und auch den Charakteren geht es nicht anders und damit spielt die Autorin – mit der Unwissenheit von Leser und Charakteren, mit Auslassungen und unerwarteten Auflösungen und überraschenden Wendungen.

Auch mit Kontrasten arbeitet Eva Siegmund hier: Da sind Meleike und Flynn und ihre Heimatstädte Lúm und Adeva und den generellen Kontrast zwischen Phantastik und Futuristik. So gibt es zum einen einen hochtechnisierten Aspekt in dieser Welt, den ich sehr interessant und gut durchdacht fand, und zum anderen erstaunlich viel „magisch“ Angehauchtes.

Allerdings blieb trotz allem auch einen leicht faden Beigeschmack, denn trotz des spektakulären Settings, der faszinierenden Konzepte und der sympathischen Charaktere, hatte ich im Nachhinein das Gefühl, dass ich gerne mehr Infos zu manchen Dingen gehabt hätte.

Alles in allem ist Eva Siegmunds „LÚM: Zwei wie Licht und Dunkel“ ein super Debütroman, der mich trotz meiner Startschwierigkeiten und dem Wunsch nach zusätzlicher Information wirklich begeistern konnte und den ich nur allen empfehlen kann, die etwas für phantastische Dystopien übrig haben 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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