Rezension zu Die nachhaltige Pflege von Holzböden von Will Wiles

Uff… Also irgendwie war das jetzt so gar nicht das, was ich erwartet habe :/ Ich hatte mir von Will Wiles „Die nachhaltige Pflege von Holzböden“ definitiv etwas anderes erhofft. Ich fand den Roman zwar nicht schlecht, aber so wirklich viel damit anfangen konnte ich auch nicht.

Denn so witzig und unterhaltsam dieser Debütroman stellenweise auch ist, größtenteils ist er doch eher bizarr. Eigentlich fand ich das Buch sogar ziemlich unterhaltsam bis zu einem gewissen Punkt, den ich hier nicht näher nennen will, um niemandem den Spaß zu nehmen, aber ab diesem Punkt wurde mir der Protagonist leider echt unsympathisch und die Handlung zu konfus.

Dabei fängt es wie gesagt vielversprechend an, damit, dass der Protagonist in eine nicht näher benannte osteuropäische Hauptstadt reist, um dort die Wohnung seines ehemaligen Studienkumpanens Oskar zu hüten. Denn Oskar ist in Kalifornien, um sich dort von seiner Frau scheiden zu lassen.

Da Oskar aber nun einmal ein absoluter Perfektionist und Ordnungsfanatiker ist, jemand, für den immer alles in geregelten Bahnen und nach festgesetzten Regeln ablaufen muss, hinterlässt er seinem Freund überall Anmerkungen dazu, wie mit seiner Wohnung umzugehen ist – vor allem natürlich mit den Katzen und dem Holzboden.

Das ganze ist schräg und skurril, aber auf eine humorvolle, unterhaltsame Art und Weise, denn natürlich geht die ganze Sache quasi sofort schief und prompt ist auf Oskars geliebtem Boden ein Rotweinfleck – das Cover zu Will Wiles Roman ist also ausnahmsweise mal eins, das wirklich, wirklich gut zur Handlung passt!

Aber wie gesagt, ab einem gewissen Punkt wurde es mir einfach so bizarr. Denn der Protagonist ist sowieso nicht der sympathischste, eigentlich ist er sogar ziemlich nervig, schüttet die ganze Zeit nur Rotwein in sich hinein und ist sowieso nicht unbedingt der interessanteste. Da ist Oskar definitiv der interessantere Part, nur leider hilft das irgendwann auch nicht mehr, denn beide Figuren zeigen nach und nach Seiten, die ich wirklich nicht so recht nachvollziehen konnte.

Daher ist „Die nachhaltige Pflege von Holzböden“ von Will Wiles insgesamt nicht besonders überzeugend gewesen, da es trotz starkem Anfang irgendwann leider sehr deutlich nachlässt und das Ende ziemlich, nun ja, seltsam und für mich nicht mehr nachvollziehbar war.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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