Rezension zu Himmelwärts von Rebecca Hohlbein

Rebecca Hohlbein - HimmelwärtsAdd on GoodReadsRebecca Hohlbein – Himmelwärts
 
Verlag: Heyne
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 624
ISBN: 978-3453266889
 
 
[mygenres]  
 
 
 

Ein atemberaubendes Abenteuer zwischen Himmel und Hölle

Ein Engel, dem sein zu großes Interesse an menschlichen Gefühlen zum Verhängnis wird. Eine junge Vampirin, die sich eigentlich nur Ruhe und frisches Blut wünscht. Und ein Prophet, der stirbt, bevor er seine Aufgabe erfüllen konnte, und fortan das Gefüge zwischen oben und unten gehörig durcheinanderbringt … Rebecca Hohlbein gibt den Vampir-Megaerfolgen der letzten Jahre in ihrer himmlisch-höllischen Geschichte ein ganz neues Gesicht.

Die Nacht fängt nicht gut an für Tabea. Auf der Jagd nach frischem Blut erwischt das sechzehnjährige Vampirmädchen den Falschen und landet ‚ von den unerlaubten Substanzen im Blut ihres Opfers umgeworfen ‚ im pathologischen Institut. Das Erste, was sie bei ihrem Erwachen sieht, ist ein unwiderstehlich duftender, schneeweiß gekleideter Jüngling mit blonder Lockenpracht, der sich über sie beugt … Etwa zwei Stunden zuvor musste der Jüngling, Engel Alvaro, hilflos von oben mit ansehen, wie sein Schützling Lennart aus Versehen von einem Querschläger getroffen und getötet wird ‚ natürlich bevor er seine Aufgaben als künftiger Prophet antreten konnte! Nicht zuletzt um die eigene Karriere zu retten, fliegt Alvaro heimlich zur Erde, um Lennart wiederauferstehen zu lassen. Ein Engelskuss wäre die Lösung, doch dann kommt es zu dramatischen Verwicklungen, in denen ein russischer Ganove, die Reinkarnation einer Schildkröte und das Auftauchen der Schergen des Teufels keine geringe Rolle spielen und die das beschauliche Städtchen Oberfrankenburg in seinen Grundfesten erschüttern. Denn die Krieger des Himmels und der Hölle wählen die Erde zum Schauplatz ihres letzten Kampfes …

 
 
Meinung:
 
Ein eigentlich erfahrener Schutzengel, dem ein alles andere als kleiner Patzer unterläuft, und ein Vampirmädchen, das an dem himmlischen Federvieh so gar keinen rechten Geschmack finden mag. Dazu noch eine Hand voll russischer Mafiosi, eine Priese himmlische Bürokratie, ein Haufen teuflische Tücke und vor allem eine gehörige Portion respektloser Humor, fertig ist Himmelwärts.

Tabea, ewig 16-Jährige, ist genervt von ihrem Erschaffer „Onkel“ Hieronimus und wünscht sich nichts mehr als endlich mal alleine und ungestört auf die Jagd nach ein paar jugendlichen Leckerbissen zu gehen. Das macht sie dann auch. Und stürzt sich damit prompt Hals über Kopf in ein unerwartetes wie chaotisches Abenteuer.

Daran ist auch Alvaro, Schutzengel des jüngsten Propheten, nicht ganz unschuldig, denn in einem kleinen Moment der Unachtsamkeit wird sein Schützling von einer umherirrenden Kugel getroffen und stirbt. In der Hoffnung seinen Fehler wieder zu korrigieren, bevor er seinen Vorgesetzten auffällt, begibt er sich auf die Erde, wo er auf Tabea stößt, die in ihm einen willkommenen Snack sieht.

Mit fatalen Folgen, vor allem für Alvaro, dem Tabeas Biss alle himmlischen Fähigkeiten entzieht. Und so muss der Engel federn lassen und die rasante Geschichte eines ungleichen Paares beginnt.

„Oh, das schillert ja rosa!“ Und damit war es erstmal aus. Ich weiß, ich weiß, man sollte Bücher nicht nach ihrem Cover beurteilen, aber ich muss gestehen, in diesem Fall konnte ich einfach nicht anders. Dafür war die Überraschung um so größer, als ich mich endlich dazu durchgerungen habe das Buch dann doch zu lesen.

Erwartet hatte ich eine schnulzig-kitschige Liebesgeschichte zwischen dem himmlischen Schönling und der armen Verdammten, doch Pustekuchen. Gelandet bin ich in einer Geschichte, die so skurril und turbulent ist, dass nicht nur die Charaktere sondern auch der Leser immer wieder aufs neue überrascht ist über die Wendungen, die die Geschichte nimmt.

Die Autorin versteht es mit viel respektlosem Witz eine fesselnde und unvorhersehbare Geschichte aufzubauen, die mich durch und durch positiv überrascht hat. Volle fünf Sterne dafür.
 
 


 
 
5 Sterne - Super

 
 
Die Autorin
 
Rebecca Hohlbein, 1977 geboren, hat bereits früh ihre Liebe zu märchenhaften Stoffen entdeckt. Ob künstlerisch – bis heute malt und modelliert sie Trolle und Elfen – oder schriftstellerisch: Sie führt das Erbe ihrer berühmten Familie weiter und hat bereits mehrere Jugendbücher geschrieben und sich einen Namen als Autorin bei gemeinsamen Projekten mit ihrem Vater, Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein, gemacht. Mit Himmelwärts legt sie ihr erstes großes Werk vor. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Neuss.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Himmelwärts von Rebecca Hohlbein”

  1. Ich find es gerade erschreckend, dass dir dieses Buch gefallen hat. Ich fand es ganz, ganz schrecklich – und das nicht nur vom Einband her. Witzig war es meiner Erinnerung nach auch nicht, jedenfalls nicht wenn ich an diese grausamen Vergleiche denke, die die Autorin gewählt hatte. Auch die Story war alles andere als überzeugend… und dann das ENDE. Nee, ging gar nicht. Das Buch steht auf Platz 2 meiner Hass-Liste. *brrr* Und der Erzählstil der Autorin konnte mich überhaupt nicht fesseln. Ich hatte eine gefühlte Ewigkeit (wenn nicht sogar länger) daran gelesen.

    Aber wie gut das Geschmäcker verschieden sind. 😉

    1. *lach* Da sieht man mal, wie sehr die Geschmäcker auseinander gehen können ^^
      Ich gebe zu, die Rezi ist schon älter und es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich fand es damals echt toll, wobei das Ende wirklich etwas… naja war.
      Aber wahrscheinlich war ich damals auch einfach in genau der richtigen Stimmung dazu, ich hab das Buch nämlich innerhalb weniger Stunden durch gehabt und war, wie gesagt, hin und weg 😉

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