Rezension zu Die Stadt der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Kennt ihr das, wenn ihr euch wahnsinnig auf eine Fortsetzung gefreut habt und wenn ihr das Buch dann vor euch liegen habt, ist es irgendwie gar nicht mehr so toll, wie gedacht? Der Zauber, der den ersten Band noch umgeben hat, ist einfach verpufft und auch wenn die Geschichte nicht schlecht ist, in ihren Bann ziehen kann sie euch trotzdem nicht mehr so wirklich? Genau so ging es mir mit Ransom Riggs „Die Stadt der besonderen Kinder“ 🙁

Während ich „Die Insel der besonderen Kinder“ wirklich grandios fand und mich auch wie bekloppt auf dieses Buch gefreut habe und es wirklich, wirklich großartig finden wollte, konnte ich das einfach nicht. Es halt schlicht und ergreifend nicht geklappt. Das liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass dieses Buch an diesem typischen „Zweiter Band = Lückenfüller“-Syndrom leidet, das ja leider viele „Mittelteil“ von Trilogien oder Serien befällt.

Die erste Hälfte des Buchs war, in meinen Augen, schlicht und ergreifend langweilig. Langatmig. Zäh. Uninteressant. Es ist einfach nicht wirklich irgendetwas Relevantes passiert! Das macht es einem schon denkbar schwer, das Buch zu mögen, denn wenn man sich erst einmal durch die erste Hälfte hindurch, naja quälen ist vielleicht etwas hart, kämpfen musste, ist die Motivation schon ziemlich am Ende – so geht’s mir zumindest.

Der zweite Teil ist dann spannender. Er reicht atmosphärisch nach wie vor nicht an den ersten Teil heran, da hat „Die Stadt der besonderen Kinder“ schlicht und ergreifend keine Chance, aber die Spannung steigert sich dann doch deutlich. Und das nur, um am Ende in einem Cliffhanger zu münden – das hätte man sich auch wirklich sparen und die wenige Handlung zwischen erstem und drittem Band aufteilen können.

Für mich steht fest: So sehr ich mich auch auf „Die Stadt der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs gefreut habe, so wenig konnte mich das Buch begeistern – es ist sicherlich nicht wirklich schlecht, aber es ist um Längen schlechter als der erste Teil. Ob ich den dritten Teil noch lesen werde, weiß ich nicht, ich freue mich stattdessen lieber auf die Verfilmung von Tim Burton (ich lieeebe Tim Burton Filme <3 ) irgendwann im kommenden Jahr 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Die Stadt der besonderen Kinder von Ransom Riggs”

  1. Huhu,
    das gibt es ja leider wirklich oft bei den zweiten Bänden, vor allem wenn die Wartezeit bis dahin so lange ist..
    Ich hab es zum Glück bei diesem hier, völlig anders empfunden und fand ihn gelungen 🙂
    Warte auch sehnsüchtig auf den dritten Band und hoffe, dass dieser nicht so lange auf sich warten lässt.
    LG Ela

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