[>1000 Worte] Rezension zu Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Ich muss ehrlich sagen, meine Erinnerungen an den gleichnamigen Roman, auf dem die Graphic Novel „Die Insel der besonderen Kinder“ basiert, sind alles andere als klar gewesen, als ich angefangen habe, die Graphic Novel zu lesen. Die Verfilmung hatte ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht gelesen, das habe ich mittlerweile allerdings nachgeholt und ich kann nur sagen: Es lohnt sich definitiv! Und zwar in allen drei Versionen – Roman, Graphic Novel und Film 😉

Natürlich kann keine der Adaptionen an den Originalroman heranreichen, aber sie sind schon ziemlich nah dran, besonders was die großartig-gruselige Atmosphäre angeht. So überzeugt die Graphic Novel schon auf den ersten Seiten dank der Zeichnungen von Cassandra Jean, in die auch die skurrilen Fotos aus dem Roman eingebettet sind. Mir hat es besonders die Verwendung von Farbe angetan, die relativ sporadisch ist, immer aber die Stimmung der jeweiligen Szene unterstützt und einfängt. Außerdem fand ich die graphische Umsetzung vieler Plotelemente sehr gelungen und vieles hat gut zu meinen eigenen Vorstellungen beim Lesen gepasst.

Aber auch inhaltlich kann die Graphic Novel überzeugen. Klar, sie ist an einigen Stellen weniger detailliert als der Roman und lässt ein paar nebensächlichere Szenen aus (ich habe ihn zu Vergleichszwecken nochmal gelesen), aber das bringt das Medium nun mal so mit sich und hätte man den kompletten Roman mit allen Details in die Graphic Novel packen wollen, wäre sie wohl viel zu lang geworden. Der Geschichte fehlt aber nichts, das nicht hätte fehlen dürfen und so zieht einen die Graphic Novel nicht nur schnell in ihren Bann, sie fesselt einen auch bis zur letzten Seite.

Alles in allem ist die Graphic Novel von Ransom Riggs‘ „Die Insel der besonderen Kinder“ in meinen Augen daher ein echtes Highlight und sehr empfehlenswert, für alle, die den Roman bereits mochten, aber auch für die, denen die Vorlage vielleicht zu trocken oder zu langatmig war. Dank der Illustrationen von Cassandra Jean ist die Graphic Novel nicht nur inhaltlich sondern auch optisch ein Highlight – volle fünf Sterne dafür!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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